Die USA bekämpfen im Stellvertreterkriegsland Syrien, wie hinlänglich bekannt ist, den IS. Diesen Kampf gegen die Terroristen betreiben sie aber nicht allein, sondern es sind eine Menge anderer Staaten bei dieser „Koalition der Willigen“ dabei; auch NATO- Staaten. Ist ja ganz sicher eine Friedensmission. Auch die syrische Armee führt mit ihren Verbündeten einen verzweifelten Kampf gegen die Kopfabschneider des IS, aber auch gegen andere Terrorgruppen, gegen sogenannte „Rebellen“ und gegen sogenannte „gemäßigte Oppositionsgruppen“. Oder so ähnlich. Jetzt passierte es aber schon ein paar Mal, dass die Amerikaner syrische Truppen aus der Luft angegriffen haben. Die US- Luftwaffe hat auch bestätigt, Anfang Juni und Mitte Mai gezielt syrische Truppen und ihre Verbündeten aus der Luft angegriffen zu haben. Die Syrer werden also in ihrem eigenen Land bei ihrem Kampf gegen den IS und andere Terroristen von den USA angegriffen. Sind die syrischen Truppen etwa Teil des IS, weil sie attackiert werden oder verfolgen die Amerikaner doch (auch) andere Ziele als nur den Kampf gegen den IS? Diese Angriffe verstoßen jedenfalls gegen das Völkerrecht. Der syrische Präsident Assad sagte in einem Interview auch ganz klar, dass alle ausländischen Truppen, ob amerikanische, türkische oder andere, die sich ohne Einladung oder Genehmigung in Syrien aufhalten, Eindringlinge sind.

Aus der Stadt Homs wurde das Terrroristengesindel mitsamt den internationalen Söldnern vertrieben und in Raqqa ist es eine Frage der Zeit, bis der IS auch dort erledigt ist. Es hätte also ruhiger werden können in Syrien, ein Ende des Krieges in Sicht. Jetzt zeigt sich aber, dass mit Syrien andere Pläne verfolgt werden. Immer mehr Staaten schicken Bodentruppen, also illegale Eindringlinge, nach Syrien und die Gerüchte von einer geplanten Aufteilung des Landes sind vielleicht doch nicht aus der Luft gegriffen. Eine Aufteilung des Landes nach dem Vorbild Bosniens, wie sie von einer US- Denkfabrik vorgeschlagen wurde, wird aber nur Chaos bringen. Ein schlauer Kopf sagte im vergangenen Jahr: „Entweder sitzt Assad in Damaskus oder die Al- Nusra- Front sitzt in Damaskus“. Aber vielleicht wollen einige Akteure in Syrien mit Terroristen in der Regierung ein zweites Libyen schaffen. Außerdem soll um jeden Preis verhindert werden, dass der Iran, der Syrien im Kampf gegen den IS unterstützt, einen Korridor über den Irak und durch Syrien zum Mittelmeer schafft.

Das Assad- Interview:

Advertisements