Seit Jahren wird immer wieder lautstark und wortgewaltig gefordert, dass in Österreich auf die Sozialversicherungs- Chipkarte, die „E- Card“, ein Foto draufkommt. Jetzt lässt der Chef des Verbandes der Sozialversicherungsträger aufhorchen. Er machte den Vorschlag, dass jeder Karteninhaber ein Bild einbringen kann, bevor die alte Karte abläuft. Dieser Vorschlag sollte in den zuständigen Gremien diskutiert werden. Er betont, dass das eine „realistische, leistbare und sicherheitsfördernde Maßnahme“ sei. Es soll aber (noch) auf freiwilliger Basis passieren.

Aller Anfang ist schwer, heißt es. Aber das wäre einmal ein guter Anfang. Es kann doch nicht sein, dass österreichweit in drei Jahren 600.000 E- Cards abhanden kommen und sich niemand was dabei denkt. Es kann und darf aber auch nicht sein, dass es, so wie jetzt gehandhabt, kaum Erhebungen über Missbrauch von E- Cards gibt. Es kann auch nicht sein, dass Ärzte dazu verpflichtet werden, die Identität der Kartenbesitzer zu überprüfen. Die soll vom Staat/ den Behörden mittels Foto auf der Karte sichergestellt werden. Die bisherige Weigerung, die E- Card mit einem Foto des Kartenbesitzers zu versehen, ist jedenfalls mehr als bedenklich. Diese Weigerung dürfte schon im Grenzbereich zur Beihilfe zum Betrug oder gar schon zur Mittäterschaft sein. Schließlich bedeutet die österreichische E- Card für viele Menschen eine medizinische „All- Inclusice- Card“ und Missbrauch könnte deshalb eine große Versuchung darstellen.

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