In London brannte ein Hochhaus mit fürchterlichen Folgen. Bis Mittwoch Abend gab es offiziell zwölf Todesopfer, dazu etwa 70 Verletzte. Von den Bewohnern der laut Zeitungsbericht 127 Wohnungen im 24 (oder 27) Stockwerke hohen Wohnblock fehlen aber noch sehr viele und somit ist zu befürchten, dass im schlimmsten Fall die Zahl der Todesopfer noch massiv ansteigen könnte. Während des Brandes müssen sich fürchterliche Szenen abgespielt haben. Es wird berichtet, dass Leute aus den oberen Stockwerken in die Tiefe sprangen und dass sogar Kinder aus den Fenstern hinunter geworfen wurden in der Hoffnung, dass sie jemand auffangen würde.

Das ganze Gebäude brannte vom zweiten Stock bis ganz nach oben außen und innen. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Tatsache ist, dass das Haus vor Kurzem saniert wurde und dass es wie eine Fackel brannte, was bei Styropor- Wärmedämmung wie in dem Fall auch kein Wunder ist. Wie das Zeug brennt, hat man nicht erst hier gesehen und wen das Feuer nicht erwischt, der wird vom Rauch vergiftet. Wenn jetzt jemand zu behaupten wagt, „in Österreich wäre ein derartiger Brand so definitiv nicht möglich“, dann ist das eine sehr gewagte Behauptung. Wohnblöcke in dieser Höhe gibt es auch in Österreich und Styropor zur Dämmung wurde und wird auch in Österreich in Unmengen verbaut, obwohl es selbstverständlich auch sehr gute nicht brennbare Dämmstoffe gibt. Styropor zu verwenden bedeutet, große Risiken bewusst in Kauf zu nehmen. Wie sich das auswirken kann, hat sich jetzt in London auf schreckliche Weise gezeigt.

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