Aus dem russischen Verteidigungsministerium kommt die Meldung, dass der IS- Chef Bakr al- Baghdadi tot ist. Wie es heißt, werden Hinweise überprüft, ob der Chef der Terrormiliz IS tatsächlich bei einem russischen Luftangriff ums Leben kam. Diese Ermittlungen sind angebracht, denn der Kerl scheint, wie man es den Katzen nachsagt, auch sieben Leben zu haben. Die Amerikaner haben ja ebenfalls schon mehrere Male geglaubt, ihn getötet zu haben. Die werden jetzt aber auch mächtig sauer sein,wenn ihnen die Russen diese prestigeträchtige Trophäe tatsächlich weggeschnappt haben. Schließlich sollen ja die Amerikaner den Al- Kaida- Chef Bin Laden getötet und den irakischen Präsidenten Saddam Hussein aus einem Erdloch gezogen haben Nur beim libyschen Staatschef Muammar Gaddafi ist offiziell nicht ganz klar, wer ihn getötet hat. In diese Liste hätte Baghdadi ganz gut gepasst.

Vielleicht sind die Amis aber auch noch aus einem anderen Grund sauer; vielleicht war das Verhältnis zu Baghdadi und zum IS doch nicht so schlecht wie angenommen. Immerhin kämpft der IS in Syrien gegen Assad und somit ist er im Interesse der USA aktiv. Präsident Assad soll gestürzt oder getötet werden; das ist ja das Ziel beider Seiten. Die Russen scheinen also das geschafft zu haben,was die riesige Streitmacht der USA, zusammen mit etwa 20 anderen (NATO-) Staaten unter dem Namen „Operation Inherent Resolve“ und allen möglichen unterstützten Terror-, Rebellen- und Oppositionsgruppen nicht geschafft hat: Die Ausschaltung des IS- Chefs Baghdadi. Wenn es stimmt, wird sicher auch die Frage kommen: Konntet ihr nicht oder wolltet ihr nicht?

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