Muslimische Vereine sind kaum dazu zu bewegen, sich ganz offiziell und auch öffentlich gegen den sogenannten islamistischen Terror auszusprechen und zu positionieren. Wenn heute irgendwo nach leider schon fast alltäglichen Anschlägen die Menschen in Massen auf die Straße gehen, dann sind diese Demos organisiert von nicht- muslimischen Einrichtungen . Man sieht unter den Demo- Teilnehmern schon auch Moslems, aber die sind unterdurchschnittlich vertreten. Die offiziellen Vertreter von Vereinen der islamischen Glaubensgemeinschaft drängen sich zwar gerne zu allen möglichen Themen in den Vordergrund, aber wenn es um offizielle Stellungnahmen gegen islamistischen Terror geht, üben sie sich in dezenter Zurückhaltung. Warum eigentlich? Es wird doch immer wieder von Vertretern des Islam betont, ihre Religion sei eine friedliche und friedliebende Religion. Ist diese Behauptung doch nicht so ernst zu nehmen, werden bestimmte Suren des Korans, die Sira und die Hadithen doch ernster und wörtlicher genommen als zugegeben?

In Köln war jetzt eine Muslim- Anti- Terror- Demo veranstaltet worden und es wurden zehntausend Teilnehmer und mehr erwartet. Der Initiatorin der Demo „Nicht mit uns“, einer Muslima, war die Enttäuschung anzusehen. Statt der erwarteten Großdemo wurde es ein Marsch mit etwa 1.000 Teilnehmern, darunter vielen Nichtmuslimen. Die Türkisch- Islamische Union der Anstalt für Religion, DITIB, ein Dachverband des Islam in Deutschland, hat seine Teilnahme an der Anti- Terror- Demo abgesagt. Das bedeutet eigentlich, dass sich diese offizielle Vertretung von Moslems nicht vom Terror (in Allahs Namen) distanzieren will. Das ist aber nicht nur in Deutschland so; auch in Österreich z. B. gibt es keine offizielle Verurteilung des islamistischen Terrors. Eine Gruppe von Imamen hat sich zwar öffentlich gegen den Terror ausgesprochen, aber die sind keine offizielle Vertretung. Das ist eine ernüchternde Feststellung, die auch den größten Träumern zu denken geben sollte. Es sollte aber auch die Politik endlich aufwachen und sich der Realität stellen.

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