Der Trubel um die Regenbogenparade in Wien ist vorbei, die Normalität beherrscht wieder das Geschehen. Laut Angaben der Veranstalter gab es bei diesem bunten Fest ja 185.000 Teilnehmer und Zuschauer. Auch die Politik war stark vertreten; Kanzler Kern oder die Grüne Lunacek oder „Pink Strolz“ z. B. waren bei dem bunten Treiben dabei. Kanzler Kern betonte in seiner Rede, dass er nicht als Privatmann da sei, sondern als Bundeskanzler. Er sagte auch: „Das macht mir eine diebische Freude, dass ihr in der Mitte der Gesellschaft steht und das repräsentiert, was Österreich ausmacht: Buntheit, Vielfalt und Offenheit“. Ja, es ging bunt und auch schrill und laut zu bei dieser Parade, in derem bunten Licht sich auch die Politiker sonnen wollen und die diese Gruppe umwerben. Ja, diese Gruppe ist laut und fordernd. Nicht nur bei der Regenbogenparade, sondern auch beim Life- Ball und anderen ähnlichen Veranstaltungen und den Politikern ist dabei eine große Medienpräsenz gewiss. Bei diesem schrillen Treiben rund um die Regenbogenparade ging eine andere Demo völlig unter und tauchte in den Medien so gut wie nicht auf, zumal bei dieser Demo nur 100 bis 150 Teilnehmer gezählt wurden. Diese Gegendemo zum „bunten Treiben“ war als „Marsch für die Familie“ benannt. Ein Redner sagte, man müsse die Institution der Familie „gegen die Angriffe eines abartigen Sexualhedonismus verteidigen“ und sei „gegen die Benachteiligung der Familie durch Gleichstellung mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften“. Außerdem seien viele Menschen gegen die „Zwangssexualisierung in Kindergarten und Schule“ und gegen den „Gender- Wahn“. So klein diese Demo auch war, geriet sie doch in den Fokus einiger zum Teil vermummter Linksradikaler, die den „Marsch für die Familie“ auch mit Gewalt stören wollten und die christlich orientierten Teilnehmer als „gefährliche Reaktionäre“ bezeichneten.

Zu Veranstaltungen wie z. B. der Regenbogenparade fällt mir übrigens ein Ausspruch von Sigmund Freud, dem Begründer der Psychoanalyse, ein. Der sagte: „Der Verlust von Scham ist der Beginn der Verblödung“.

Advertisements