Wenn in Syrien irgend jemand behauptete oder richtiger gesagt vermutete, dass bei den Kämpfen Giftgas eingesetzt wurde, dann war für die westliche Welt ganz klar und eindeutig der syrische Präsident Assad der Übeltäter, egal ob es Beweise dafür gab oder nicht. Er war es ganz einfach. Basta. Da gab es dann auch gleich einmal „Vergeltungsschläge“. Jetzt gibt es aber einen Zeitungsbericht, nach dem der IS auch beim Kampf um die irakische Stadt Mossul Giftgas eingesetzt habe. Das wird sogar vom Internationalen Roten Kreuz und dem Direktor eines Krankenhauses bestätigt. Laut einer Untersuchung von Fachleuten hat der IS seit 2014 „mindestens 71 mal chemische Waffen in Syrien und im Irak eingesetzt“; 30 mal davon in Syrien. Na sowas aber auch. Für Giftgaseinsatz ist doch Assad zu bestrafen. Was erlaubt sich da der IS eigentlich? Was erlauben sich die Experten da eigentlich zu behaupten? Wenn sich das herum spricht, dürfte man Assad dann ja nicht mehr dafür bestrafen. Vielleicht ist deswegen in den Medien auch fast nichts davon zu hören. Es kommt aber noch dicker. Seit 2014, also seit Mossul in der Hand des IS war, haben sich diese Terroristen auch genug radioaktives Material für den Bau einer „schmutzigen Bombe“ besorgt. Das sagt zumindest ein Experte für ABC- Waffen vom IHS Conflict Monitor. Da kann man ja gespannt sein, was da noch kommt.

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