Bis jetzt blieb Spanien vom Massenansturm der Flüchtlinge und Wirtschaftsmigranten aus Afrika, dem arabischen Raum und Vorderasien, also generell aus der islamischen Welt, verschont. Jenem Massenansturm, der wie ein Tsunami über die Küste Siziliens und Italiens herein brach. Spanien blieb das bis jetzt erspart, obwohl es nur eine relativ kurze Strecke von Marokko nach Spanien ist. Es wurden aber trotzdem aus einigen tausend pro Jahr mittlerweile tausend pro Woche; Tendenz steigend. Spanien arbeitet gut mit Marokko zusammen und hat mit einigen anderen Ländern auch Rückführungsabkommen geschlossen, aber der Wunsch zur Migration in das reiche Europa greift auf immer mehr Staaten über.

In Italien gerät die „Flüchtlings“- Situation immer mehr außer Kontrolle. Heuer kamen bis jetzt etwa 100.000, für das ganze Jahr wird mit 200.000 und mehr gerechnet. „Es kann so nicht weitergehen“, wird ein Regierungsvertreter zitiert. Italien droht schon, für Schiffe mit „geretteten“ Migranten die italienischen Häfen zu sperren. Das würde in erster Linie die „Schlepp- Rettungsschiffe“ diverser NGO´s betreffen, aber auch Frontex und andere offizielle Institutionen. Gerade die NGO´s sind es ja, die Europa mit von der libyschen Küste „geretteten“ Migranten überschwemmen. Man hört auch laufend, dass sie an einem Wochenende 2.500, an einem anderen Wochenende gar 6.000 und dann wieder einmal nur 1.500 oder an einem einzigen Tag gleich einmal 5.000 nach Italien gerettet haben. Aufnehmen sollen diese Hunderttausende ein paar Staaten in Europa, darunter Österreich. Hierzulande traut man sich gar nicht mehr die Wahrheit zu sagen, wie viele Flüchtlinge und Migranten tatsächlich hier leben, ob mit oder ohne Aufenthaltstitel. Die Wahrheit wird versteckt hinter Begriffen wie „Asylwerbern“ oder „Asylberechtigten“. Von den anderen, die ebenfalls hier leben, will man offiziell nicht sprechen.Genau so wenig wie von den echten Kosten für alle diese Menschen. Es stellt einem ja schon bei der Gesamthöhe der Grundversorgung und der Mindestsicherung die Haare auf. Bei Kenntnis der echten, kompletten Kosten würde einem wohl der Schlag treffen.

Die Türkei hält sich angeblich nicht mehr an den „Merkel- Deal“ und schickt wesentlich mehr Flüchtlinge nach Griechenland als vereinbart; die EU- Staaten nehmen fünfmal so viele Migranten von der Türkei als ausgehandelt. Zirka 60.000 Flüchtlinge und Migranten sitzen momentan in Griechenland fest und wollen, da die Balkanroute einigermaßen dicht ist, unter allen Umständen auf dem Seeweg nach Italien. Ja, alle drängen in eine Handvoll Staaten in Mittel- und Nordeuropa. Die Folgen sind schon jetzt nicht mehr zu übersehen; in jeder Hinsicht. Und trotzdem gibt es noch immer hoffnungslose Fälle, die da meinen, das Boot sei noch lange nicht voll.

Peter Scholl- Latour sagte: „Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta“.

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