Unter dem Titel: „Auf der Erde wird es eng“ hat die „Krone“ einen Bericht zum Weltbevölkerungstag gebracht. Da wird z. B. geschrieben, dass die Weltbevölkerung jährlich um 83 Millionen zunimmt (oder erfolgte diese Zunahme seit Jahresbeginn, wie es im Artikel auch heißt?) Die Prognosen zur Zunahme der Weltbevölkerung rütteln auf: 2017 noch 7,6 Milliarden; 2050 schon 9,8 Milliarden und im Jahr 2100 sogar 11,2 Milliarden! Richtig deutlich wird die kommende, aber noch vermeidbare Katastrophe aber erst bei folgenden Zahlen: Heute nutzt die Menschheit die natürlichen Ressourcen von 1,5 Planeten. Wenn es so weitergeht, verbrauchen wir im Jahr 2030, und das ist in dem Fall früher als uns lieb ist, schon zwei Planeten und im Jahr 2050 sogar drei. Die Menschheit lebt also auf Kosten der Zukunft, weil der Planet Erde einer Überbeanspruchung durch die Menschheit ausgesetzt ist. Auf gut deutsch gesagt: Der Planet Erde wird geplündert. Die Erde kann entnommene Ressourcen erneuern und Schadstoffe abbauen. Wenn aber die Inanspruchnahme, also der Verbrauch, größer ist als der Nachschub, hat die Menschheit ein Problem. Dieses Problem zeigt sich in abgeholzten Urwäldern, kaputten Böden, geplünderten und versauten Meeren, zerstörten Trinkwasserreserven, vergifteter Umwelt und auch einem Anstieg von CO2 in der Luft. Die Menschheit ist momentan mit dem globalen ökologischen Verbrauch schon 10 Jahre voraus und das gut zu machen, wird sehr schwierig sein. Rigorose Umstellungen in der Wirtschaft und in der persönlichen Lebensweise ist ein Teil der Möglichkeiten. Ein anderer Teil wäre, nicht nur die Bevölkerungsexplosion in einigen Teilen der Welt zu stoppen, sondern für eine rückläufige Zahl der Weltbevölkerung zu sorgen und dafür bleibt aber nicht mehr viel Zeit. Ist ja irgendwie einleuchtend und rechnerisch zu belegen: Je mehr Menschen auf der Welt leben, desto mehr Ressourcen werden verbraucht, desto eher ist der Planet erschöpft. Horcht man sich aber an, was die Politiker sagen, dann scheint es dieses globale Problem nicht zu geben. Da hört man nur: Mehr! Mehr Wirtschaftsaufschwung. Mehr BIP. Mehr Arbeitsplätze. Mehr Wohlstand usw. Das bedeutet aber: Mehr und schnellere Plünderung des Planeten Erde und Verantwortungslosigkeit der Politik. Das ist die kranke Denkweise in Legislaturperioden. Oder kennt jemand einen Politiker der letzten Jahre, der gesagt hat: Wir müssen umdenken, wir müssen anders leben. Wir zerstören die Lebensgrundlage unserer Nachfahren, wenn wir uns nicht ändern.

Irgend jemand sagte einmal: Der Planet Erde braucht die Menschheit nicht, aber die Menschheit braucht den Planet Erde.

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