Es ist jetzt länger als ein Jahr her, dass am Wiener Brunnenmarkt ein illegal in Österreich lebender, mehrfach vorbestrafter Kenianer frühmorgens eine Wienerin, die auf dem Weg zur Arbeit war, mit einer Eisenstange erschlug. Jetzt wurde von der Polizei der Abschlussbericht zu diesem Mord vorgestellt. Darin wurden auch Fehler bemängelt, wie z. B. ein fehlender Informationsfluss zwischen den einzelnen Behörden sowie die Tatsache, dass der Jugendliche „aus dem System fallen konnte“, also keine Rundum- Versorgung genoss. Den Witwer interessiert der Bericht der Sonderkommission wahrscheinlich nicht besonders; seine Frau ist wurde ermordet und der Bericht hilft weder ihm noch seiner toten Frau. Er gibt aber niemandem Schuld. Er sagt: „Es ist passiert, niemand ist schuld“.

So ist das aber nicht. Der Täter war polizeibekannt. Er war vorbestraft, war bei der Justiz bekannt und beim Jugendamt. Die Leute in seinem Umfeld hatten Angst vor ihm; sie wussten, er war gewalttätig. Und es war allgemein bekannt, dass er illegal in Österreich lebte. Da kann man schwer sagen: „…niemand ist schuld“. Denn: Warum wurde er als gewalttätiger und vorbestrafter Illegaler nicht abgeschoben? Die Leute, denen diese Frage gestellt werden muss, sind mitverantwortlich für den Tod dieser Frau.

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