Vor einigen Wochen wurde schon darüber berichtet, jetzt scheint es ernst zu werden mit der EU- Verordnung über den Bräunungsgrad von panierten und frittierten Lebensmitteln wie Pommes Frittes, Backhendl und Wiener Schnitzel und über Hitze- Obergrenzen für Öl: Es ist aber auch gerösteter Kaffee betroffen. Ein Verordnungsentwurf wurde nun bewilligt und geht jetzt in die Begutachtung. Geplant ist, dass die Verordnung ab 2019 in Kraft tritt. Mit Bräunungstabellen soll dann zu bestimmen sein, was der EU- Verordnung entspricht und was nicht. Vielleicht ist auch geplant, eine Vergleichs- Farbtafel auf die Speisekarte zu kleben. Damit der Gast und Konsument entscheiden kann, ob die Speise EU- konform ist oder gut schmeckt.

Der Spruch: „Viele Köche verderben den Brei“ wird von der EU- Gauklertruppe voll und ganz bestätigt. Als Rechtfertigung für diese Posse wird angegeben, dass mit dieser Verordnung der Acrylamid- Gehalt bei Speisen gesenkt werden soll, weil dieser angeblich krebserregend sein könnte. Schau, schau; da ist die EU plötzlich besorgt um die Gesundheit ihrer Untertanen. Die Betroffenen dieser Verordnung sind ja „nur“ die Gastronomen und in weiterer Folge die Konsumenten. Bei einer anderen Sache ist die EU nicht so besorgt. Das ist die Sache mit dem Pflanzengift Glyphosat. Da geht es um die Verlängerung der Zulassung um 10 Jahre oder auch länger. Dieses Zeug steht schon lange im Verdacht, krebserregend zu sein und die WHO- Krebsforschungsagentur IARC hält ihre Einstufung, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ ist, aufrecht. Bei Laborversuchen sind Tiere auch an Krebs erkrankt und verendet und Glyphosat ist in vielen Lebensmitteln nachweisbar. Solange die Ungefährlichkeit nicht nachgewiesen ist, müsste das im EU- Recht verankerte Vorsorgeprinzip zur Anwendung kommen; es dürfte keine Verlängerung der Zulassung geben. Bei Glyphosat geht es aber um Umsatzmilliarden und da stehen einflussreiche Konzerne dahinter. In dem Fall ist die Gesundheit der Bürger nicht so wichtig.

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