Seit dem Zeitpunkt, als über die Medien berichtet wurde, dass Österreich von in Italien aufhältigen illegalen Migranten hunderttausendfaches Ungemach droht, möchte man die Politik in Österreich und in der EU als lustig oder auch als halblustig betrachten. Wenn die Sache für Österreich nicht todernst wäre. Immerhin droht Italien, 200.000 „gerettete“ Illegale mit provisorischen Visa auszustatten und sie Richtung österreichische und französische Grenze zu schicken. Diese Visa sollen übrigens zum Großteil auf Basis nicht existierender Dokumente ausgestellt werden. Für treuherzig vorgebrachte mündliche und nicht belegbare Angaben soll es also vom Staat ausgestellte Reisedokumente geben. Österreichs Außenminister Kurz hat zur Vermeidung solcher „Notwehraktionen“ eine Schließung der Mittelmeer- Route gefordert bzw. gefordert, Migranten nicht mehr auf das italienische Festland zu bringen. Er wird von der EU- Kommission bzw. von einzelnen Kommissaren dafür genau so attackiert wie von einem italienischen Insel- Bürgermeister. Der verdächtigt ihn ja glatt, wie ein Rechtsradikaler zu sprechen. Dass Vertreter der internationalen „Mitleidsindustrie“ und Minister aus Nachbarstaaten ebenfalls über ihn herfallen, versteht sich fast von selbst; das gehört anscheinend zum guten Ton. Die österreichische Innenpolitik will da nicht zurückstehen. Kanzler Kern will mit niemandem von den Migrationsbefürwortern anecken. Er will also alle hereinlassen, die kommen wollen. Der Innenminister verpasst ihm dafür eine öffentliche Ohrfeige, indem er sagt: „Er [der Kanzler] sollte die Bemühungen unseres Außenministers unterstützen, statt ihn im Ausland schlechtzureden. Er verkennt hier offensichtlich die internationalen Entwicklungen“. Der Verteidigungsminister möchte ebenfalls sein Scherflein zur Diskussion beitragen und bietet Radpanzer und Soldaten zur Grenzsicherung am Brenner an. Das wird aber von seinem Chef, dem Kanzler, zurückgewiesen.

Bei dieser gefährlichen Posse geht fast unter, dass bei einem Migrantenansturm aus Italien nicht nur der Brenner betroffen wäre, sondern auch andere Grenzübergänge und dass fast immer von Grenzkontrollen gesprochen wird. Man hört so gut wie nichts davon, aus Italien ankommende Migranten nicht über die Grenze nach Österreich zu lassen. Es sollen also weiterhin jede Menge kommen; bloß nicht mehr unkontrolliert. Man will allerdings den Leuten einreden, dass man ja eh was tut gegen die Massenzuwanderung.

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