Es ödet einem auf Dauer an, immer wieder zum gleichen Thema Stellung zu beziehen. Stellung zum Thema Nr. 1, zur Migration. Man könnte sich auch mit den von offiziellen Stellen verbreiteten Halbwahrheiten zufrieden geben, aber das ist eher etwas für gehirngewaschene Leichtgläubige. Zum Thema Nr. 1, zur Migration also, habe ich soeben etwas gelesen. Unter dem Titel: „Schlepperbericht: Weiter hohes Migrationsniveau“ wird da einiges berichtet, was zur Stellungnahme beinahe zwingt. Da heißt es beispielsweise: „… Im Jahr 2016 wurden laut dem Bericht insgesamt 50.848 Personen aufgegriffen“. War da nicht was mit einer Flüchtlings- Obergrenze in Österreich? Ach ja, ich entsinne mich. Da gab es doch die offizielle, von der ehrenwerten Regierung veröffentlichte Jubelmeldung, dass im Jahr 2016 die Obergrenze von 37.500 nicht annähernd erreicht wurde. Wie das bei fast 51.000 Aufgriffen? Da sind aber wahrscheinlich jene Asylwerber noch gar nicht mitgezählt, die uns von Deutschland zurückgeschickt wurden. Um diese Zahlentricksereien hinzukriegen, hat sich Kanzler Kern den kreativen Schmäh mit dem „zum Asylverfahren zugelassen“ einfallen lassen. Das ist ein Schmäh, der jedem windigen Roßtäuscher zur Ehre gereichen würde. Man zählt also nicht alle, die nach Österreich gekommen sind, sondern nur jene, die zum Asylverfahren zugelassen werden und damit die Zahl noch mehr geschönt werden kann, wird ein Teil der gestellten Asylanträge erst im folgenden Jahr „zum Verfahren zugelassen“. Das waren 2016 rund 14.000 Fälle, die auf 2017 „verschoben“ wurden. Und heuer vielleicht bei der Zählung vergessen werden. Damit 2017 die Obergrenze wieder nicht erreicht wird.

Die Asylwerber, die nicht mitgezählt werden, bleiben ja trotzdem großteils in Österreich. Das wird sogar aus Ministermund bestätigt. Warum wird also getrickst und gemogelt? Weil man den Österreichern die bittere Wahrheit nicht zumuten will. Die Wahrheit nämlich, dass sie nichts zu sagen und alles zu zahlen haben. Weil verschleiert werden soll, was abläuft. Was abläuft, sieht man aber auf der Straße. Weil die Österreicher zum Auslaufmodell erklärt wurden. Weil man in der Politik davon ausgeht, dass die Schafe immer den eigenen Metzger wählen. Man wird sehen, ob sich das im Oktober wieder bewahrheitet.

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