Schweden war einmal das Land, das vielen Menschen als das ideale Land vorschwebte. Hoher Lebensstandard, sozial, sicher. Seit längerer Zeit schon liegt die Betonung aber auf „war einmal“ und einige Meldungen der letzten Zeit lassen es als verkommenes Land erscheinen. Laut einem Artikel, den ein deutsches Magazin schon vor mehr als einem Jahr brachte und der jetzt auf einigen anderen Webseiten gebracht wurde, fordert(e) die Liberale Jugendpartei, dass Inzest und Nekrophilie in Schweden legalisiert werden soll. Die Vorsitzende der Liberalen Jugend sagte dazu: „Ich verstehe, dass es als ungewöhnlich und widerlich angesehen wird, aber die Gesetzgebung kann nicht auf Ekel basieren… Wir sind eine Jugendorganisation und wir müssen einen Schritt weiter denken“. Sie sagte im Interview weiters, dass die Gesetzgebung, die Inzest verbietet, niemanden beschützt, sondern nur moralisch motiviert sei. Auch Sex mit Leichen sei nicht per se, also an sich, verwerflich, meinte sie.

Was soll man zu solchen Forderungen sagen? Man kann dieser Frau nur zustimmen und sie als widerlich einstufen. Man muss aber schon ziemlich verkommen sein, solche Forderungen ernsthaft zu stellen, sofern sie tatsächlich ernst gemeint sind. Im gleichen deutschen Magazin wird in einer neuen Ausgabe über eine schwedische Studie geschrieben, in der es auf absurde Art um Klimaschutz geht. Die Fragestellung war: Was kann man tun, um die Klimaziele zu erreichen? Welche Handlungen und Lebensweisen belasten die Umwelt besonders stark? Das Ergebnis der Studie ist, naja, ungewöhnlich. sie lautet: Der Verzicht auf ein Kind entlastet die Umwelt viel stärker als irgendeine andere Maßnahme. Oder umgekehrt: Ein Kind bedeutet die größte Umweltbelastung, die ein Mensch nur machen kann. Die CO2- Belastung eines Kindes macht 58 Tonnen CO2 im Jahr aus; die Überschrift im Magazin lautet auch: „20 BMW schädigen das Klima weniger als ein Baby“. Wenn man es so sehen will, sind die Europäer laut dieser Studie also sehr umweltfreundlich, denn fast nirgendwo sonst gibt es so wenig Nachwuchs und Umweltschutz und CO2- Belastung und ökologischer Fußabdruck sind aktuelle Themen in der Gesellschaft, bei NGO´s und in der Politik. Die Politik ist aber mit dieser sonderbaren Art von nachhaltigem Umweltschutz auch (oder trotzdem) nicht zufrieden und macht ihn zunichte. Österreich soll z. B. in den nächsten Jahren auf etwa 10,5 Millionen Einwohner „aufgeblasen“ werden und das geht aber nur mit Migranten und deren zahlreichen Kindern. Gebilligt und sogar angestrebt von genau den gleichen Politikern, die von Umweltschutz und CO2-Reduktion sprechen. Gehen wir zurück zur schwedischen Studie: Pro Kind pro Jahr 58 Tonnen CO2.

Soll man jetzt über die Studie über die „umweltschädlichen“ Kinder den Kopf schütteln oder über die Politiker? Über jene Politiker, die sich den Klima- und Umweltschutz auf die Fahnen geheftet haben und mit forciertem Bevölkerungswachstum genau das Gegenteil erreichen wollen. Mehr Bevölkerung bedeutet ganz einfach mehr verbaute Böden, mehr verbrauchte Ressourcen, mehr Umweltbelastung. Ob die Studie mit den Angaben zu den Kindern jetzt stimmt oder nicht.

Zur Forderung der Liberalen Jugend

Zum Artikel über Umweltstudie

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