Der Bundesparteirat der SPÖ, bei dem Kanzler Kern in den (Wahlkampf-) Ring gestiegen ist, vor 300 ausgewählten Funktionären angeblich eine seiner besten Reden gehalten hat und ihnen seinen 209 Seiten starken Wahlkampfschmöker übergeben hat, ist auch zur Stunde der Wahrheit geworden. Falls jemand unter den Funktionären das Programm lesen sollte, wird draufkommen, dass vieles schon im „Plan A“ drinnen stand (falls der gelesen wurde), der vor mehr als einem halben Jahr in Wels präsentiert wurde. Interessanter ist allerdings, was über Europa und Migration aus Kerns Programm von den Medien berichtet wird. Die in Europa soo einflussreiche SPÖ will doch tatsächlich aus der EU eine „Werte- und Wohlstandsunion“ machen. Dabei wurden einem in den letzten Jahren von EU- Politikern mit genau diesen Begriffen, nämlich „Werte“ und „Wohlstand“, die Ohren zugedröhnt. Man kann aus dem SPÖ- Vorhaben auch schlussfolgern, dass es in der EU bis jetzt weder Werte noch Wohlstand gab. Mit dem Programmpunkt Migration (nicht Asylwesen oder Flüchtlingshilfe) zeigt Kanzler Kern klar und deutlich, wohin die Reise geht, wenn es nach ihm geht. Das beginnt damit, dass dieser immens wichtige Punkt für Österreich auf einer der letzten Seiten des Programms versteckt wird. Dort wird dann mit den Schlagworten „humanitär, solidarisch, konsequent“ dezent umschrieben, dass der Migrantenstrom nach Österreich zumindest so wie bisher weitergehen soll. Kanzler Kern hat ja auch erst unlängst von einer Sperre der Grenzübergänge zu Italien für Asylwerber Abstand genommen. Italien könnte ja Kapazitätsprobleme bekommen und dann muss man, aus der Sicht von Kern, aus Solidarität eben, Zehntausende aufnehmen. Dabei nehmen wir ja schon täglich auf, wer von Italien so daherkommt und natürlich auch all jene, die uns von Deutschland zurückgeschickt werden und die von Ungarn und von Slowenien kommen.

Kern hat klar gemacht: Wer für weitere Massenmigration nach Österreich ist, wählt SPÖ. Im SPÖ- Wahlkampf heißt die neue Devise: „Ich hol mir, was mir zusteht“. Denkbar ist, dass Kern abgewählt wird, weil sich die Wähler sagen werden: „Ja, Du kriegst, was Dir zusteht. Eine Abfuhr“.

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