Wieder einmal ist ein schwarzes Schaf unter den österreichischen Diplomaten aufgedeckt worden. Dieses Mal war es ein Beamter, der in der österreichischen Botschaft in der jordanischen Hauptstadt Amman tätig war bzw. ist und dort österreichische Visa gegen gutes Geld verkauft haben soll. Über die Größenordnung dieses lukrativen Geschäftes wurde noch nichts berichtet, falls überhaupt jemals was drüber zu hören sein wird. Es heißt nur, das Außenamt hätte sofort hart durchgegriffen, Anzeige erstattet und dienstrechtliche Schritte eingeleitet. Nun ja; das nicht zu tun, wäre ja ebenfalls strafbar. Vielleicht hört man einmal was drüber, ob eine Strafe verhängt wurde und wenn ja, welche.

Vor einigen Jahren gab es auf einer österreichischen Botschaft am Balkan einen florierenden Handel mit österreichischen Visa. Das ging so weit, dass Reiseveranstalter in lokalen Zeitungen in Inseraten anpriesen, österreichische Visa gegen Geld besorgen zu können. Als die Sache aufflog, zeigte sich das Außenamt bestürzt und empört. Ob Außenamt und Justiz hart durchgegriffen haben, ist nicht mehr bekannt. Gerüchten zufolge ist der Schuldige bzw. sind die Schuldigen in den Ruhestand versetzt worden. Wenn das stimmt, wäre das ja wirklich eine drakonische Strafe gewesen.

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