Unter großem Mediengetöse wurde vor gar nicht langer Zeit das Klimaschutzabkommen von Paris unterzeichnet und die Nicht- Unterzeichnung des Abkommens samt offiziellem Austritt der USA hatte wütende Proteste von Regierungen und Umweltschutzorganisationen gegen US- Präsident Trump zur Folge. Jetzt berichtet eine deutsche Online- Zeitung unter Berufung auf eine französische Nachrichtenagentur, dass Unternehmen weltweit den Bau von mehr als 1.600 Kohlekraftwerken planen und ein Teil davon auch schon in Bau ist. Das ist wie eine Verhöhnung des eher unverbindlichen Pariser Klimaschutzabkommens. Mit der Inbetriebnahme dieser Kraftwerke können die geplanten Ziele des Pariser Abkommens vergessen werden und auch wenn nur ein Teil davon gebaut wird, hat das Abkommen keinen Sinn mehr. Die meisten dieser geplanten Kraftwerke sollen in China und Indien gebaut werden, aber auch die USA setzen weiter auf Kohle; sie werden neue Kraftwerke bauen und alte weiter betreiben.

Da jetzt immer mehr Staaten bzw. Regierungen auf den Zug mit den E- Autos aufspringen und Autos mit Verbrennungsmotoren, besonders mit Dieselmotoren, schon fast kriminalisieren, möchte man beinahe annehmen, dass die Planung von massenhaften Kohlekraftwerken auch den zusätzlichen Strombedarf abdecken soll, der bei einem generellen Umstieg auf E- Autos entsteht. Immerhin wird ja schon über Zeiträume gesprochen und verhandelt, wie lange es Verbrennungsmotoren noch geben soll bzw geben darf und nicht alle Länder wollen nur auf Wind- und Solarstrom umsteigen. Bei all den Diskussionen zu E- Autos und der sogenannten Energiewende wurde ein gewichtiger Punkt übrigens noch nie öffentlich angesprochen. Der Punkt nämlich, wie die großen Erdölkonzerne und jene Staaten mit großer Abhängigkeit vom Erdölverkauf auf einen drastischen Rückgang des Ölverbrauches reagieren werden. Sie werden wohl kaum damit beginnen, die Raffinerien und Förderanlagen in Solar- und Windkraftwerke umzubauen und den Strom zu verkaufen.

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