In internationalen Medien wird jetzt groß gebracht, dass Asylwerber aus den USA nach Kanada weiterziehen. Als Begründung wird hauptsächlich die strikte Einwanderungspolitik der USA unter Präsident Trump angegeben. Darüber wurde auch schon vor einem halben Jahr berichtet. Damals hat das UNHCR gemeldet, dass hunderte Asylwerber aus Angst vor der neuen US- Einwanderungspolitik nach Kanada geflohen sind. Das hochgejubelte Einwanderungsland Kanada unter Premier Trudeau wartete aber nicht mit ausgebreiteten Armen auf die Asylsuchenden; sie mussten und müssen illegal über die Grenze, sonst werden sie zurückgeschickt. Das große Einwanderungsland Kanada hatte übrigens schon im Februar massive Probleme mit der Unterbringung von nur einigen hundert Asylwerbern und jetzt ist es nicht anders. Laut Auskunft der Regierungsbehörde für Asylsuchende, PRAIDA, wird im Olympiastadion von Montreal vorübergehend eine Notunterkunft für bis zu 450 Betten eingerichtet. Die Behörden waren auf den überraschenden Anstieg der Asylwerber nicht vorbereitet, heißt es. Immerhin haben an einem Tag in der Nähe eines Grenzüberganges 150 Menschen zu Fuß illegal die Grenze nach Kanada überquert. Premier Trudeau sagte schon im Februar, an die Flüchtlinge gewandt: „… Kanada wird euch willkommen heißen…“. Aber nur, wenn sie es illegal über die Grenze schaffen.

Die meisten der Flüchtlinge kommen aus Haiti. Nach dem schweren Erdbeben im Jahr 2010 haben die USA etwa 60.000 Haitianern einen Schutzstatus gewährt, der mit Ende des Jahres abläuft. Wenn die Haitianer, gemeinsam mit Flüchtlingen aus anderen Ländern, in ein anderes Land ziehen, um dort bleiben zu können oder besser versorgt zu werden, erinnert das stark an Gepflogenheiten in Europa. Die Vorgangsweise der USA ist jedenfalls korrekt und zu begrüßen; die Menschen haben Schutz und Hilfe benötigt und auch bekommen. Sie wurden aber nicht automatisch, so wie in Europa üblich, von Schutzsuchenden zu Migranten. Dass auf Haiti, fast 7 Jahre nach dem Erdbeben, heute noch sehr Vieles im Argen liegt und Tausende immer noch kein festes Dach über dem Kopf haben, ist auch die Schuld verschiedener Hilfsorganisationen. Zu denen gehört auch die Stiftung von Bill Clinton, die Clinton Foundation.

„Krone“ im Februar: Asylwerber fliehen…

Zur Clinton- Stiftung:

Advertisements