Vor einigen Jahren ist Österreich hinsichtlich der Reduktion der CO2- Werte für die Kyoto- Periode 2008 bis 2012 vorgeprescht und hat freiwillig einen für Fachleute unrealistischen Zielwert angegeben. Das wären 13 Prozent weniger CO2- Ausstoß als im Jahr 1990 gewesen. Diese Reduktion wurde dann auch nicht annähernd erreicht, wie dann eingestanden werden musste. Immerhin wurden 2012 alleine 80,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid- Äquivalent ausgestoßen. Für das Nicht- Erreichen des Zieles bzw. für die Überschreitung um etwa 70 Millionen Tonnen mussten dann für 500 Millionen Euro sogenannte Zertifikate gekauft werden. Geld hebt also Umweltbelastung auf.

Jetzt bahnt sich wieder so eine Sache im Zusammenhang mit E- Autos an. Auf Verbrennungsmotoren wurde ja eine regelrechte Hetzjagd gestartet. Ja, es wurde getrickst und manipuliert und betrogen, aber ohne tricksen und manipulieren und betrügen wären der Ausstoß an Russ, Feinstaub, Stickoxid und wer weiß was noch nicht mehr und nicht weniger gewesen als so. Jetzt setzt man halt mit aller Gewalt auf E- Autos. Es hieß sogar schon, angeblich fälschlicherweise, dass die EU- Kommission eine verbindliche Quote einführen will. Der deutsche Kanzlerkandidat Martin Schulz ist jedenfalls auch dem Elektrowahn verfallen und will eine solche erzwingen. Außerdem wird in einigen Staaten schon ein Ablaufdatum für Verbrennungsmotoren fixiert und in vielen Medien geisterte die Meldung herum, dass in Norwegen angeblich schon 35 Prozent der Autos (oder sind es doch „nur“ 19 Prozent?) einen E- Antrieb haben sollen. Jetzt ist unser Verkehrsminister Leichtfried vorgepescht und hat verkündet, dass in Österreich schon 2030 die letzte Stunde für Verbrennungsmotoren zu schlagen hat. Das Nicht- Einhalten dieser Vorgabe ist zwar (noch) mit keiner Strafzahlung belegt, aber dieses Ziel wird wohl genau so wenig zu erreichen sein wie jenes vom Kyoto- Abkommen vor ein paar Jahren. Da werden auch staatliche Zuschüsse oder steuerliche Vorteile oder Prämien der Autohersteller (wer bezahlt die eigentlich?) für den Kauf eines E- Autos nicht viel nützen. Es wird bis dahin die flächendeckende Versorgung mit „Stromtankstellen“ noch einen Kraftakt erfordern und es muss auch die Stromversorgung gesichert werden. Und es wird dafür viel zusätzlicher Strom benötigt. Da wird dann auch wieder importierter Atomstrom akzeptiert werden müssen. Da werden in der Politik nicht nur die Grünen in Bedrängnis und Gewissenskonflikte kommen. Das größte Problem aus jetziger Sicht bleiben aber die Akkus; nicht nur wegen der Reichweite. Da ist es nämlich auch vorbei mit umweltfreundlich, wie eine schwedische Studie vor ein paar Wochen eindrucksvoll nachwies. Bei der Produktion der Akkus für ein Auto der Marke Tesla Model S entstehen nämlich 17,5 to CO2! Mit einem Verbrennungsmotor kann man, um diesen Wert zu erreichen, 8 Jahre fahren. Nach dieser Zeit werden aber beim E- Auto wahrscheinlich neue Akkus fällig sein.

Aber darüber spricht die Politik nicht.

Ein älterer Artikel von mir dazu:

Über die schwedische Studie:

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