Fast allgegenwärtig sind momentan Diskussionen zur Schließung der sogenannten Mittelmeer- Route, um das Problem der Massenzuwanderung in den Griff zu kriegen. Italien und Libyen haben begonnen, Druck auf NGO´s auszuüben, die mit ihren Schiffen im Mittelmeer zwischen Italien und der libyschen Küste unterwegs sind, um Flüchtlinge aus Seenot zu retten bzw. sie abzuholen und in Italien an Land zu bringen. Einige NGO´s haben mittlerweile ihre Einsätze beendet oder ausgesetzt, weil sie den von Italien vorgelegten Verhaltenskodex nicht unterzeichnen wollen oder sich von der libyschen Küstenwache bedroht fühlen. Andere NGO´s haben den Kodex akzeptiert und müssen somit in Zukunft korrekter operieren. Dadurch wird der Menschenschmuggel und somit auch die Zahl der ertrunkenen Flüchtlinge zurückgehen.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, die Massenflucht nach Europa einzudämmen. Eine davon wäre es, das Verschieben von Bargeld, wie es z. B. von Western Union oder MoneyGram gehandhabt wird, unmöglich zu machen. Diese Art des Geldtransfers ist ideal für Flüchtlinge. Sie können sich auf der Reise nach Europa fast an jedem Ort mit Bargeld versorgen und sie können von Europa wiederum Geld in ihre Heimat schicken, damit für die nächsten Leute die Reise nach Europa finanziert werden kann. Sobald die Geldströme aus den Sozialtöpfen fließen, beginnt sich das Rad immer schneller zu drehen. Mehr Geld in die Herkunftsländer bedeutet mehr Flüchtlinge nach Europa bedeutet mehr Geld in die Herkunftsländer. Diesen Geldversand können aber nicht nur Flüchtlinge auf der Suche nach einem besseren Leben in Anspruch nehmen, sondern auch Kriminelle oder Terroristen. Man braucht kein Bankkonto, man braucht nur ein Smartphone und das hat jeder. Ja, und angeblich braucht man auch einen Ausweis. Da aber der Großteil der Flüchtlinge, zumindest wird das behauptet, ohne Papiere zu uns gekommen sind, dürfte das nicht so eng gesehen werden. Da dürfte dann wohl auch ein Ausweis reichen, den die hiesigen Asylbehörden nach den nicht überprüfbaren Angaben der Flüchtlinge ausgestellt haben. Eine Sache, über die man besser nicht nachdenkt.

Zweigstellen dieses Geldversender- Konzerns aus den USA gibt es viele; rund 26.000 sollen es entlang der Balkan- Route sein. Dort wurden sie zufällig errichtet, bevor der große Flüchtlingsstrom einsetzte. Nordafrika ist vollgepflastert damit und auch bei uns findet man sie in den unscheinbarsten Läden. Die Summen, die über die Filialen dieses Konzerns in die Entwicklungsländer geschickt werden, sind gigantisch. Weltweit pro Jahr etwa 500 Milliarden, wie eine Sonderorganisation der UNO mitteilte. Dem Flüchtlingsstrom könnte also mit der Sperre des Geldtransfers ein wirksamer Riegel vorgeschoben werden. Wenn man wirklich möchte. Politiker kennen diese Möglichkeit, sie unternehmen aber nichts.

Ich habe vor langer Zeit schon einmal darüber geschrieben. Der Artikel ist hier.

Und hier geht´s zum Artikel über Western Union:

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