Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat einen ausländischen Islamisten und Dschihadisten für die Zerstörung von Weltkulturerbe in Timbuktu, einer Stadt im westafrikanischen Staat Mali, zu einer Geldstrafe in Millionenhöhe als Wiedergutmachung verurteilt. Vor einem knappen Jahr wurde der als mittellos geltende Terroristenführer schon zu neun Jahren Haft verurteilt. Man hätte den Terroristen auch zur Zahlung von 100 oder auch 500 Millionen verdonnern können oder auch nur zur Erstattung der Verfahrenskosten, es käme auf das Gleiche hinaus. Nichts von 2,7 Millionen ist dasselbe wie nichts von 100 oder 500 Millionen; nämlich nichts und genau das wird der Verurteilte bezahlen. Warum stand der Mann eigentlich in Den Haag und nicht in Mali vor Gericht? Dort hat er mit seiner Dschihadistenmiliz die Stadt überrannt, Verbrechen begangen und das Weltkulturerbe zerstört. Wurde er etwa als Terrorverdächtiger in der EU festgenommen, kam er womöglich als „traumatisierter“ Flüchtling nach Europa?

Es braucht schon sehr viel alternative Intelligenz, um einen solchen Mann zu einer solchen Schadensgutmachung zu verdonnern und das auch noch in Europa.

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