Dass der Wahlk(r)ampf mit Wahlzuckerln, viel heißer Luft, leeren Versprechungen usw. eröffnet wird, war so sicher wie bekannt ist, dass in unseren Regionen am Abend die Sonne untergeht. Eines der ersten Wahlzuckerl, welches unters Volk geworfen wurde, war jenes von der Pensionserhöhung. Kern und Kurz waren sich einig, dass die kleinen und mittleren Pensionen erhöht werden müssen. Es wurde jetzt beschlossen, dass Pensionen bis zu einer Höhe von 1.500 Euro nicht um die inflationsbedingten 1,6 Prozent, sondern sogar um 2,2 Prozent erhöht werden; wie nobel. Für die Bezieher einer 850- Euro- Rente, und davon gibt es gar nicht wenige, ist es natürlich ein gewaltiger Unterschied, ob sie nach der Erhöhung € 863,6 oder € 868,7 bekommen. Sie werden sich gewiss bei Sozialminister Stöger dafür bedanken, dass sie bekommen haben, was ihnen zusteht, wie er frohlockend sagte. Bei der Erhöhung ist allerdings auch eine Falle dabei, über die die Politik nicht spricht, obwohl es eine politische Falle ist. So manche Rentner werden bald schmerzhaft merken, dass sie wegen der Erhöhung plötzlich keinen Anspruch mehr auf den Mobilpass oder wie immer diese Pässe für diverse Vergünstigungen anderswo heißen, haben. Außer es ziehen die Gemeinden die Grenzwerte nach. Das ist aber eher nicht zu erwarten. Die brauchen ja die Vergünstigungen und Befreiungen für eine andere Klientel.

Wie tief das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung schon gesunken ist, zeigte sich deutlich bei den ersten Ankündigungen zu den Pensionserhöhungen. Rentner forderten, die Erhöhung noch vor der Wahl zu beschließen. Sie trauten also den Politikern mit ihren Versprechungen im Wahlkampf nicht über den Weg.

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