Bei den Diskussionen um Elektro- Autos war bis jetzt viel zu hören, aber bei weitem nicht alles. Zu hören war und ist selbstverständlich über den Klima- und Umweltschutz; die Gesundheit des Menschen ist auch ein Thema. Dann hört man sehr viel über die Reichweite, das Stromtankstellen- Netz und die Ladedauer. Auch der Preis und die staatliche Förderung ist ein wichtiger Punkt. Vermieden wird eher darüber zu reden, dass Klimaanlage und Heizung die Reichweite gewaltig reduzieren, genau so wie strenge Kälte im Winter. Man hört auch nichts darüber, ob ein Akkusatz 5 oder 10 Jahre halten soll oder noch länger oder ob die Akkus durch Schnellladung auf Dauer geschwächt werden oder wie viele Ladezyklen heute übliche Akkus vertragen. Für potentielle Käufer sind das sicher interessante Themen. Gar nicht gesprochen wird z. B. darüber, wie hoch die CO2- Belastung für die Produktion der Akkus ist; die ist nämlich gewaltig. Wie eine schwedische Studie belegte, ist die CO2- Belastung bei der Produktion eines Akku- Satzes für den Tesla Model S nämlich so hoch, wie bei einem Auto mit Verbrennungsmotor in 8 Jahren Betrieb anfällt. Es ist auch noch nicht geklärt, woher im Fall einer Voll- Elektrifizierung am Autosektor der zusätzlich benötigte Strom herkommen soll. Apropos Strom: Der Strompreis ist für E- Autos natürlich ein ganz wichtiger Faktor. Auf lobenswerte Weise hat sich eine deutsche Seite unter dem Titel: „Umstieg auf Elektro- Autos wird für deutsche Autofahrer teuer“mit diesem wichtigen Faktor befasst (das gilt natürlich nicht nur für die deutschen Autofahrer). In diesem Artikel wird gleich am Beginn darauf hingewiesen, dass der Staat nicht auf die extrem hohen Steuern, die er derzeit bei Diesel und Benzin kassiert, verzichten kann. Es darf also mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass diese Steuern unter anderem Namen zum Strom hinüberwechseln werden. Das gleiche kann von der NOVA und der motorbezogenen Versicherungssteuer, die bei E- Autos angeblich nicht anfällt, angenommen werden. Es werden selbstverständlich auch die staatlichen Prämien und Förderungen wieder verschwinden.

Im Artikel sind die verschiedenen Voraussetzungen in Frankreich, Österreich und Deutschland zur Kostenermittlung für den Betrieb von E- Autos herangezogen worden; bei einem Verbrauch von 20 kWh auf 100 km. Bei unrealistisch- optimistischer Berechnung betragen diese Kosten zur Zeit € 2,80 in Frankreich, € 3,20 in Österreich und sogar €5,00 in Deutschland. Wird die Mineralölsteuer zur Gänze draufgeschlagen, schaut die Sache laut Zeitungsartikel so aus: € 7,83 in Frankreich, € 8,24 in Österreich und in Deutschland € 10,00. Das entspricht etwa den jetzigen Kosten pro 100 km bei Benzin- oder Dieselantrieb. Da aber die meisten E- Autos nicht mit einem Verbrauch von 20 kWh unterwegs sein werden, sondern mit 30 kWh oder noch mehr, werden die echten Kosten wesentlich höher liegen, nämlich bei etwa € 8,50 bis € 12,50 für 100 km. Unter dem Strich heißt das, durch die Akkuproduktion ist es vorbei mit der Umweltfreundlichkeit und wegen des steigenden Strombedarfs wird sich auch wieder Atomstrom in die Akkus schwindeln. Und mit dem kostengünstigen Auto fahren wird es in einigen Jahren vorbei sein. Wenn es keine Alternative mehr gibt, wird der Staat gnadenlos zuschlagen, denn sicher ist, dass Verbrennungsmotoren vom Gesetzgeber verboten werden. Den E- Autos gehört die Zukunft und das muss uns schon was wert sein.

Für E- Autos: neue Kraftwerke nötig

Akkus belasten Klima:

Advertisements