Militärisch hat der IS schon lange nichts mehr zu lachen, seine glorreichen Zeiten sind vorbei. Ja, er trieb in „seinem“ Kalifat im Irak, in Syrien, in Nordafrika die regulären Armeen beinahe vor sich her, jagte sie in alle Richtungen auseinander, schlug sie in die Flucht. Er erbeutete z. B. im Irak riesige Mengen an Waffen der regulären Armee, wurde zusätzlich teils offen und teils versteckt von westlichen Regierungen mit Waffen unterstützt oder gelangte „zufällig“ an „irrtümlich“ an der falschen Stelle aus Flugzeugen abgeworfene Waffenlieferungen. Die siegreichen Zeiten des IS sind heute aber längst Vergangenheit. Die irakische Armee, unterstützt von der Luftwaffe der USA und anderer westlicher Staaten, hat den IS nach einer blutigen Schlacht um Mossul aus dem Irak vertrieben. In Syrien ist die Armee gemeinsam mit Verbündeten am Boden und mit Unterstützung der russischen Luftwaffe dabei, den IS samt verbündeten Terrorgruppen zu schlagen. Aleppo ist längst zurück erobert, der Grenzbereich zum Libanon wurde gesäubert. Angeblich ist nur mehr eine syrische Provinz in der Hand des IS. Viele der IS- Söldner wurden getötet, viele sind geflüchtet. Sie sind in die Türkei, um als „arme Flüchtlinge“ weiter nach Europa zu reisen. Sie sind auch nach Nordafrika, aber in Libyen hat der IS auch nicht mehr viel zu sagen.

Der IS ist aber nicht tot, er ist nur übersiedelt. In Europa häufen sich die Terroranschläge. Es sind nicht unbedingt die „klassischen“ mit Bomben und Gewehren. Nein, es wurde die Strategie gewechselt. Jetzt wird hauptsächlich mit Messern und Autos gegen die „Ungläubigen“ gekämpft und Meldungen über durchdrehende fanatische Lieferwagenfahrer oder psychisch Kranke sollen nur ablenken. Nach den jüngsten Anschlägen in Spanien hat sich der IS per Video zu Wort gemeldet und angekündigt, dass er seinen Gotteskrieg „bis zum Ende der Welt“ fortsetzen werde. Im Video wird Spanien vor weiteren Anschlägen gewarnt, genau so wie Italien und der Vatikan. Das heißt aber nicht, dass die anderen europäischen Länder jetzt sicher seien. Der italienische Premier sagte auch, dass kein Land vor der Gefahr fundamentalistischer Anschläge sicher sei.

Schon vor einigen Jahren geisterte eine Landkarte durch die Medien, auf welcher die Eroberungspläne des IS eingetragen waren. Europa war da eher unberührt vom IS. Es gibt auch eine neuere Karte mit den Teilen Europas, welche der IS bis 2020 erobern will. Da sind auch Spanien und Portugal als „Andalus“ eingetragen sowie der gesamte Balkan, Teile Österreichs (alter Spruch: In Wien fängt der Balkan an) und Osteuropa unter der Bezeichnung „Orobpa“. Ja, wie gesagt, der IS ist übersiedelt. Kein Mensch von uns weiß, wie viele potentielle Terroristen, Schläfer, Attentäter als „Flüchtlinge“ getarnt zu uns gekommen sind, als hier geborene Moslems oder auch als Konvertiten radikalisiert wurden und auf Befehle zum Zuschlagen warten oder von sich aus irgendwann zuschlagen. Wir wissen nur, dass sie hier sind und dass es viele sind; zu viele. Und wir wissen auch, dass wir viele freiwillig hereingelassen haben.

alte IS- Karte:

neuere IS- Karte:

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