Wer kennt ihn nicht, den „EU- Bauern“ Manfred Tisal? Er ist einer der Höhepunkte beim Villacher Fasching und seine Seitenhiebe auf das Geschehen in Brüssel sind Glanzlichter der Faschingssitzung. Sogar anwesende Politiker können sich das Lachen nicht verhalten. Er nimmt sich kein Blatt vor den Mund; was er sagt, das stimmt auch und (fast) niemand regt sich auf, wenn er den EU- Gauklern einen Spiegel vorhält. Jetzt hat er sich auf Facebook zu Asylwerbern geäußert und hat sich auch hier nicht zurückgehalten. Er hat gegen die „Asylanten mit Adidasschuhen, Nike- Leiberln und Diesel- Jeans“ gewettert, hat sie „Sozialschmarotzer“ und „Wirtschaftsflüchtlinge“ genannt und deren Mindestsicherung kritisiert und plötzlich herrscht Krieg gegen den „EU- Bauern“. Ja, hat er denn nicht recht oder wenn er schon nicht recht haben sollte, darf er denn seine Meinung nicht mehr kundtun? Nein, darf er nicht. Die Freiheit der Meinungsäußerung endet augenscheinlich dort, wo das Versagen der Politik aufgedeckt wird, wo jemand eine Einflussnahme auf die Wahl vermutet, wo sich die Toleranzforderer und Massenzuwanderungsbefürworter irgendwie getroffen oder angesprochen fühlen und wo irgendwelche Tugendwächter und Besserwisser die politische Korrektheit gefährdet sehen.

Jetzt ist also der Teufel los. Der ORF hat gleich einmal eine Sendung des „EU-Bauern“ abgesetzt und auf Facebook wird er von den „Guten“ in der Luft zerrissen. Seine Gegner sind zwar laut, aber in der Minderheit. Wie man auch bei Kommentaren zu den Zeitungsartikeln lesen kann, ist die Zustimmung für sein Posting außergewöhnlich hoch. Die Politiker hingegen verhalten sich auffallend ruhig zu der zum „Skandal“ hochgespielten Geschichte; man könnte ja vor der Wahl was falsch machen. Einzig der FPÖ- Chef Strache hat so viel Mumm, auf Facebook eine klare Position zu beziehen. Er ist voll auf der Seite des „EU- Bauern“ Tisal.

Der „EU- Bauer“ sagt:

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