Nordkorea hat mit seinem jetzigen Atomtest, genau genommen soll es sich um die Zündung einer Wasserstoffbombe gehandelt haben, die ohnehin schon gespannte Lage noch mehr angespannt. US- Präsident Trump hat Nordkorea jetzt zum „Schurkenstaat“ erklärt und gemeint, eine Befriedung des Landes „funktioniert nicht“, denn „die verstehen nur eins“. Damit meinte er wohl Gewalt. Nicht nur die USA und die UNO (ist oft dasselbe), sondern jetzt auch die EU fordern, dass das isolierte und durch Sanktionen bestrafte Land seine atomaren Waffenprogramme vollständig und nachprüfbar aufgeben muss. Nordkorea soll, ohne Forderungen stellen zu dürfen, zur Aufgabe dieser Programme gezwungen werden. Der nordkoreanische Diktator wird allerdings noch wissen, wie es Saddam Hussein und dem Irak nach Aufgabe seiner Atomprogramme erging und er wird auch wissen, dass Pakistan auch wegen seiner Atomwaffen relativ unbehelligt bleibt.

Es spricht jetzt fast kein Mensch mehr davon, dass 1994 der schon damals eskalierende Atomstreit zwischen Nordkorea und den USA mit dem sogenannten Genfer Rahmenabkommen beigelegt und geregelt werden sollte. In diesem bilateralen Vertrag gingen beide Seiten bestimmte Verpflichtungen ein und noch 1998 bestätigte die Atombehörde IAEO, dass sich Nordkorea an die Verpflichtungen halte. Der Vertrag wurde aber von den USA unter den Präsidenten Clinton, Bush und Obama gebrochen und somit fühlte sich auch Nordkorea nicht mehr daran gebunden. Die Folge davon ist die jetzige Situation, wobei in der westlichen Welt die alleinige Schuld Nordkorea zugeschrieben wird.

US- Präsident Obama sagte übrigens einmal: „Wir müssen Gewalt anwenden, wenn Länder nicht das machen, was wir wollen“.

Ich habe hier und auch hier schon einmal darüber geschrieben.

Ein Nachtrag dazu:

Ein interessanter Aspekt zum Konflikt mit Nordkorea ist auch das Geld bzw. die Notenbank. Dazu ebenfalls ein alter Artikel von mir:  und ergänzend das:

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