Es ist noch gar nicht so lange her, da durfte ein Grenzzaun in Österreich zur Abwehr illegaler Migranten um keinen Preis der Welt auch Zaun genannt werden. Dieses „Türl mit Seitenteilen“ sollte Österreichs Bevölkerung zumindest vor nicht registrierten illegalen Eindringlingen schützen. Als Ungarn seine Grenze, die zugleich EU- Außengrenze ist, laut Brüsseler Vorgaben zum Schengen- Abkommen mit Zaun und Bauwerk sicherte, war die (geheuchelte) Empörung groß und das Geschrei war unüberhörbar. Als US- Präsident Trump sagte, er werde an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen zum Schutz gegen illegale Einwanderer sowie Drogen- und Waffenschmuggler, wurde er beinahe als Krimineller hingestellt. Dabei will er die Grenzmauer, die schon seine Vorgänger gebaut hatten, nur ausbauen. Und jetzt wird im Zentrum von Wien eine Mauer gebaut; nicht zum Schutz der Bevölkerung, sondern um das Regierungsviertel vor Terroranschlägen zu schützen. Bundeskanzleramt und der Sitz des Bundespräsidenten und wer weiß was noch hinter der kommenden Mauer und den Pollern ist, muss beschützt werden. Mit einer massiven Betonmauer und versenkbaren Pollern. Anscheinend haben die Herrschaften die Hosen gestrichen voll, obwohl immer wieder die niedrige Gefährdung Österreichs betont wird. Wenn die gefühlte Sicherheit in der Bevölkerung auf Grund der „täglichen Einzelfälle durch psychisch Kranke“ immer mehr abnimmt, so juckt das keinen von „denen da oben“. Deswegen werden keine Grenzen dicht gemacht und die Kontrollen hinter der Grenze werden weiterhin nur stichprobenartig durchgeführt. Wenn aber den „Herrschaften da oben“ bange wird, müssen massive Vorkehrungen getroffen werden.

Es geht da nicht so sehr um die Kosten. Die 1,5 Millionen, die Mauer und Poller angeblich kosten werden, sind ja fast nur ein Klacks gegenüber den hunderten von Millionen oder gar Milliarden, mit denen Österreichs Regierung großzügig um sich haut und dadurch dafür sorgt, dass wir in Zukunft noch mehr Geld brauchen. Es geht bei dieser Mauer mehr darum, dass die Sicherheit der Bevölkerung anscheinend zweitrangig ist. Als Ausgleich dafür gibt es gute Ratschläge wie: Frauen sollten nicht alleine gehen und schon gar nicht bei Nacht, oder man soll gewisse Parks oder Stadtviertel oder Lokale meiden oder doch mit dem Taxi nach Hause fahren. Wenn jemand geht, soll darauf geachtet werden, ob man verfolgt wird. Wiederum Frauen sollen sich züchtig kleiden, um nicht aufreizend oder „einladend“ zu wirken; gerade dass nicht ein „schariakonformes Outfit“ empfohlen wird. Und ganz allgemein soll man sich von Terror nicht einschüchtern lassen.

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