Der Krieg in Syrien ist noch lange nicht zu Ende und auch der Terror wird noch weitergehen, aber der Krieg ist entschieden; der Sieger ist der rechtmäßige Präsident Assad. Jener Krieg, den viele immer noch als „Bürgerkrieg“ bezeichnen. Syrien und sein Präsident Assad sollte dasselbe Schicksal ereilen wie Libyen und Gadaffi und auch aus dem gleichen Grund. Sie wollten sich westlichen Wünschen und Wirtschaftsinteressen nicht beugen. Für die syrische Armee war es ein Mehrfronten- Krieg. Sie hatte gegen die islamistischen Truppen des IS zu kämpfen, gegen die „gemäßigte Opposition“, gegen diverse Rebellen- und Terrorgruppen und genau genommen gegen Regierungen von der arabischen Halbinsel, aus Europa, Amerika und Nachbarstaaten Syriens. Diese Regierungen bzw. Länder waren teils direkt in Form von verdeckten Operationen mit eigenen Bodentruppen oder mit Luftangriffen, teils indirekt mit massiver Unterstützung der Terroristen, Rebellen, Oppositionstruppen, Milizen oder wie auch immer in Form von Geld, Waffen, Ausbildung, Aufklärung, Medizin, politischer Rückendeckung in den Krieg verwickelt, um ihre Interessen vertreten zu lassen. Das Land sollte ein „failed state“ werden, bereit zur Aufteilung unter den Siegern. Da wäre Assad im Weg gewesen und deswegen sollte er weg. Dieser Traum ging nicht in Erfüllung; das haben mittlerweile auch die UN zur Kenntnis nehmen müssen. Die Kriegshetzer und Umstürzler betrachten die Tatsache, dass der Krieg verloren ist, als „schockierend“. Jetzt kann man davon ausgehen, dass eine Aufteilung Syriens vom Tisch ist. Deswegen könnte auch einmal die Frage gestellt werden, wie lange die Golanhöhen als offizielles syrisches Staatsgebiet noch von Israel besetzt sein sollen. Immerhin sind es schon 50 Jahre.

Jetzt, da der Krieg zu Ende geht, heißt es, man könne von keinem „Sieg“ Assads sprechen, denn der Präsident gewinnt bloß die Kontrolle über ein völlig zerstörtes Land. Das stimmt, aber wer hat den Krieg sechs Jahre lang befeuert? Das waren Politiker und einflussreiche Wirtschaftsbosse von der arabischen Halbinsel sowie diesseits und jenseits des Atlantiks. Die sollten eigentlich auf deren Kosten zum Wiederaufbau verpflichtet werden. Dafür werden sie allerdings nichts beitragen. Sie waren aber vor ein paar Wochen auf der wieder eröffneten Internationalen Messe in Damaskus stark vertreten, um sich für den Wiederaufbau des zerstörten Landes zu positionieren. Da locken ja Milliardengeschäfte, das will man sich gut bezahlen lassen. Zum Wiederaufbau sollten aber auch die Flüchtlinge beitragen, die sich wegen des Krieges nach Europa abgesetzt haben. Jetzt können und sollen sie was für ihr Land tun.

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