Bis 2019 geht die Amtszeit des jetzigen Präsidenten der EU- Kommission, Jean- Claude Juncker, noch. Er hat aber schon vor Monaten bekannt gegeben, dass er für eine weitere Amtszeit nicht mehr kandidieren will. Er hat damals auch gesagt, dass er gerne den (damaligen) EU- Parlamentspräsidenten Martin Schulz von den Sozialdemokraten als Wunsch- Nachfolger sehen würde. Da wäre also die nächste Packelei geplant gewesen; die Nachfolgeregelung im Hinterzimmer. Schulz als Nachfolger ist aber wegen seiner Kandidatur bei der Bundestagswahl in Deutschland weg von der Bildfläche und er ist politisch „verbrannt“. Jetzt soll, allerdings bei den „EU- Schwarzen“, also bei der EVP, eine Nachfolgerin aufgebaut werden. Die EVP will die IWF- Chefin Christine Lagarde zu ihrer Spitzenkandidatin machen, damit sie dann um die Nachfolge von Juncker mitmischen kann. „Lagarde hat Charisma, Erfahrung und Durchsetzungsvermögen“, heißt es aus EVP- Kreisen dazu. Naja, sie wäre dann die erste Frau an der Spitze der EU und eine Frau ist immer gut und das wird auch gefordert; zumindest von den Frauen. Außerdem ist sie mit der Noch- und Wieder- Kanzlerin Merkel befreundet und das macht sie fast automatisch zur idealen Besetzung. Ohne Merkels Zustimmung geht ja gar nichts. Viele Leute würden allerdings auch Merkel zutrauen, dass sie 2019 die deutsche Kanzlerschaft zurücklegt und für die Nachfolge Junckers kandidiert. Trotzdem hängt viel davon ab, ob Frankreichs Präsident Macron ebenfalls Lagarde unterstützt. Dass die Amtszeit der Französin Lagarde beim Internationalen Währungsfonds eigentlich noch bis 2021 läuft, dürfte für eine Kandidatur auf den EU- Chefsessel schon 2019 nicht stören; kündigt sie eben. Mehr stören dürfte, allerdings auch nur theoretisch, etwas ganz anderes.Die immer mit einem blendenden Lächeln auf den Lippen und und locker und extravagant auftretende Lagarde war vor ihrem Job als Chefin des IWF französische Finanzministerin. In dieser Position war sie in die sogenannte „Tapie- Affäre“ verwickelt. Durch ihr Verhalten hat sie es damals ermöglicht, dass Steuergelder veruntreut werden konnten. Da ging es immerhin um etwa 400 Millionen Euro und das ist dann doch etwas mehr als „ein Apfel und ein Ei“. Frau Lagarde hatte sich dafür auch vor Gericht zu verantworten und sie wurde auch rechtskräftig schuldig gesprochen. Allerdings wurde keine Strafe verhängt und sie verließ das Gericht mit ihrem berühmten Lächeln.

Sie ist also eine vorbestrafte Chefin des IWF und sie würde, wenn sie den Job kriegt, eine vorbestrafte EU- Kommissionspräsidentin sein. Hat man sich eben einmal erwischen lassen. Lagarde hat sich übrigens als IWF- Chefin einmal für eine allgemeine, 10prozentige Zwangsabgabe, also Enteignung, ausgesprochen, um die Staatsschulden zu reduzieren. Daran sollte man immer denken, wenn der Name Christine Lagarde fällt.

IWF will alle Sparer enteignen:

IWF- Studie empfiehlt…

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