Wenige Tage vor dem Referendum im spanischen Katalonien dreht die Zentralregierung in Madrid völlig durch. Die geplante Loslösung Kataloniens vom Mutterland Spanien zeigt, welchen Stellenwert Katalonien in Spanien hat. Es ist die wirtschaftlich stärkste Region und Madrid ist auf gar keinen Fall gewillt, auf diese Region zu verzichten. Das Referendum wurde vom obersten spanischen Gericht schon verboten und untersagt und den Bürgermeistern wurde schon mit der Verhaftung gedroht, wenn sie das Referendum durchführen. Jetzt wird die Vorgangsweise des Staates gegen die Vorbereitung des Unabhängigkeitsreferendums immer härter und brutaler. Die spanische Polizei hat insgesamt weit über eine Million Plakate, Flugblätter und Info- Broschüren beschlagnahmt. Um dem Druck der Polizei auszuweichen, wurden Veranstaltungen von einem Kulturzentrum in ein Privattheater verlegt. Außerdem wurden im Zuge einer Razzia in Ministerien der katalanischen Regionalregierung insgesamt 14 Personen, darunter der Wirtschaftsstaatssekretär, festgenommen. Es kam in der Folge in Barcelona, der Hauptstadt Kataloniens, zu Protesten gegen das Vorgehen der Polizei. Der katalonische Außenminister sprach von einem “Ausnahmezustand” und rief die EU auf, einzugreifen. Allerdings wird er da vergebens darauf warten. Der Außenminister versicherte aber, trotz allem werde das Referendum abgehalten.
  Es wird interessant zu sehen,was passiert.
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