Die ausländische Presse gibt zur deutschen Bundestagswahl am schlechten Wahlergebnis der Unionsparteien auch der Noch- und Wieder- Kanzlerin Merkel viel schuld. Von “Pyrrus- Sieg für Merkel” ist da die Rede. Und “Selbst schuld: Wie die Arroganz Berlins und Brüssels den Aufstieg der Rechten beflügelt hat”schreibt ein britisches Blatt und weiter: “Merkels wachsende Dominanz hat zu Wut und Frust gegenüber dem geführt, was die Deutschen “Besserwisserei” nennen…”Der ehemalige griechische Finanzminister Varoufakis meldete sich ebenfalls zu Wort und sagte: “Der Aufstieg der AfD bedeutet eins: Macrons Strategie einer EU- light ist tot. Vier Jahre EU- Zerfall stehen uns bevor”. In einem italienischen Blatt heißt es: “Ein bitterer Sieg für Angela Merkel”.  Ein holländisches Blatt wurde etwas deutlicher und fragte: “Wie geht es weiter nach der historischen Niederlage?” Das sind nur einige von vielen gewichtigen ausländischen Medien. Die deutschen Medien sind noch dabei, das Ergebnis zu verdauen. Ein renommiertes deutsches Blatt  meinte: “Angela Merkel hat diese Niederlage verdient, auch in dieser Höhe” und ein deutsches Massenblatt hofft, dass Deutschland “kein Gauland wird”.
  Einige “Gute” verurteilen natürlich die überdurchschnittlich guten Ergebnisse der AfD in Ostdeutschland und meinen, die Ostdeutschen hätten sich nicht genug mit der Geschichte auseinander gesetzt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum in Sachsen die AfD mit über 27 Prozent vorläufig die stärkste Partei ist.
  Ansonsten heuchelt die Politik Katzenjammer und Katerstimmung. Der “Bayerische Löwe” Horst Seehofer kommt unter Druck; seine Partei hat noch schlimmer verloren als die CSU. Als Folge hat er die Fraktionsgemeinschaft mit der Merkel- CDU in Frage gestellt. Ja, in der Union wird gejammert und gedroht.  Dass die Wahlniederlage aber zu 100 Prozent wegen einer falschen Politik ohne Hirn und am Volk vorbei selbst verschuldet ist, wollen Merkel und ihre Lakaien nicht wahrhaben. Also jammert man jetzt über Bauchweh und dann werden die Messer gewetzt, um im Schatten des Wahlergebnisses alte Rechnungen zu begleichen.
  In Österreich, heißt es, zittern die Grünen und fürchten einen Absturz in die Bedeutungslosigkeit. Aber auch Rot und Schwarz sollen sich nicht zu früh freuen; auch sie haben am Volkswillen vorbei regiert.
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