Wie Dimitri Avramopoulos, der EU- Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft jetzt mitteilte, ist das sogenannte Relocation- Programm jetzt ausgelaufen und es müssen nur mehr knapp 8.000 Flüchtlinge verteilt werden. Dieses sogenannte „Relocation- Programm“ war ja eine volle Pleite. Da geisterte einmal die Zahl von 160.000 zu verteilenden Flüchtlingen durch den Raum, ein anderes Mal war von 120.000 die Rede. Der damalige EU- Parlamentspräsident Schulz brachte irgendwelche zusätzlichen Zahlen ins Spiel und passiert ist fast gar nichts. Es gab künstliche Empörung, weil sich einige Staaten gegen die Zwangszuteilung quer legten und andere Staaten waren zur Aufnahme von Flüchtlingen bereit, aber es gab keine. Jetzt wird in einem Artikel von exakt 98.255 Flüchtlingen berichtet, die von Griechenland und Italien aus umverteilt werden sollten und trotzdem heißt es, in Italien gebe es nicht so viele Flüchtlinge, die für eine Umverteilung in Frage kämen. Ist doch sonderbar; Tag für Tag wurden erschütternde Bilder von aus Seenot Geretteten gezeigt, wurde berichtet von 200.000 Flüchtlingen alleine in Italien, täglich tauchen in Österreich und Deutschland aus Italien kommende Illegale auf und trotzdem gibt es in Italien zu wenig Asylwerber, die für eine Umverteilung in Frage kommen? Wo kommen dann die Illegalen her und was soll mit ihnen geschehen? Die ganze Geschichte stinkt ganz gewaltig zum Himmel! Einer von vielen Schwarzen Petern wird jetzt den Italienern zugeschoben. Sie wurden von Brüssel aufgefordert, die Registrierung der Flüchtlinge zu beschleunigen.

Das alte Programm ging also in die Hose und trotzdem wurde von der EU- Kommission ein neues Flüchtlingspaket vorgestellt. Bei diesem Programm sollen bis Oktober 2019 weitere 50.000 Asylwerber neu angesiedelt werden – auf freiwilliger Basis, da es sich um eine „Empfehlung“ handle, wie Avramopoulos sagte. Herr Avramopoulos ist übrigens, neben vielen anderen Orden, auch Träger des „Großen Ehrenkreuzes für Verdienste um die Republik Österreich“; das nur so nebenbei. Ja, es wird weiterhin Umsiedlung und Aufteilung und Zuwanderung gefordert und es werden legale Wege zur Einwanderung diskutiert. Es wird aber nicht darüber diskutiert, warum ein Flüchtling automatisch ein Migrant wird und kurze Zeit später bei genehmigtem Familiennachzug die Zahlen schlagartig um etwa das 4- oder 5-fache ansteigen werden. Das gilt aber nicht nur für die „Resettlement- Fälle“, sondern für alle anerkannten Flüchtlinge. Eine finanzielle und gesellschaftliche Zeitbombe.

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