Wie schon mehrmals in den Medien berichtet wurde, wurden in Linz sehr viele Anzeigen vom Magistrat nicht bearbeitet und liegen gelassen, bis sie wegen Verjährung hinfällig waren. Die Finanzpolizei arbeitete bei diesen Fällen nicht nur umsonst, sondern muss sich vom Magistrat auch noch die lange Nase zeigen lassen. Vor einem Jahr wurde nämlich der Linzer Bürgermeister persönlich von der Finanzpolizei über den Skandal informiert und passiert ist bis jetzt nichts, außer dass weitere Fälle verjährt sind und die zuständige Geschäftsstellenbereichsleiterin erklärte, dass es wegen Personalmangel auch weiterhin Verjährungen bei Verwaltungsstrafverfahren geben werde.

Das ist ja sehr aufschlussreich. Jetzt wurde von der „Krone“ auch eine Summe benannt, die man durch verjährte Fälle „in den Rauchfang schreiben“ kann: 382.330 Euro sowie seit Ende Februar „offene Fälle“, bei denen es um 205.220 Euro geht. Geld, das u. a. dem Arbeitsmarktservice zugestanden wäre und jetzt nicht bekommt. Die Öffentlichkeit weiß jetzt also, wie beim Magistrat Linz zum Teil gearbeitet wird, wer die Geschädigten durch dieses Nicht- Bearbeiten sind und wie aktiv der Linzer Bürgermeister in der Sache ist. Die Öffentlichkeit weiß aber nicht, wer die Nutznießer der verjährten Verwaltungsstrafverfahren sind. Das herauszufinden, wäre vielleicht auch sehr interessant und aufschlussreich. Der Skandal würde möglicherweise noch viel größer werden.

So begann die Linzer Aktenaffäre:

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