In Deutschland sagt eine SPD- Ministerin nach der Wahl: „…aber ab morgen kriegen sie in die Fresse“ und sie findet das in Ordnung. Ein anderer Minister nennt eine ganze Wählergruppe „eine Schande für Deutschland“ und auch er findet das voll in Ordnung. Ranghohe Politiker bis zu Ministern nennen Anhänger und Abgeordnete einer Partei „Nazis“ oder „Pack“ oder „Bodensatz der Gesellschaft“ oder zeigen ihnen den Stinkefinger und das alles vor laufender Kamera und sie halten sich trotzdem für seriös und hochanständig und ehrenwert. In welcher Zeit leben wir eigentlich? All das wird von vielen Guten auch noch gutgeheißen und ohne Einspruch akzeptiert. Von den „ganz Guten“ wird auch nicht zurückgeschreckt vor tätlichen Angriffen gegen Politiker und deren Angehörige einer verhassten Partei. Auch solche Attacken gehören anscheinend schon zum Sittenbild der „guten“ Politik. Da verwundert es auch nicht mehr, dass die Regierenden gewaltbereite „Gegendemonstranten“ gegen gutes Geld anheuern, um bei „Spaziergängen“ für Randale zu sorgen, wie in Dresden bei einer Anfragebeantwortung der Landesregierung zutage kam.

All das hat sich vor Kurzem oder auch schon etwas länger zurückliegend in Deutschland zugetragen und fast alles war gegen die AfD gerichtet, die jetzt als drittstärkste Kraft in den deutschen Bundestag einziehen wird. Trotz aller Vorwürfe und Anfeindungen muss sich diese Partei aber doch im demokratischen Rahmen bewegen, sonst wäre sie längst verboten. Das Erstarken dieser Partei zeigt aber, dass sie wie ein Ventil wirkt, über welches aufgestauter Druck abgeleitet wird; die bisherigen „staatstragenden“ Parteien scheren sich nämlich einen Dreck um die Ängste und Wünsche der Bevölkerung. Sie dürfen sich dann aber nicht wundern, wenn ihnen die Wähler dann die Gefolgschaft verweigern und sich eine Vertretung suchen, die ihre Interessen wahrnimmt.

In Österreich läuft es ähnlich, die FPÖ wird nicht viel anders gesehen als in Deutschland die AfD. Auch in Österreich ist das gleiche Vokabular zu hören, auch da gibt es immer wieder Attacken bei Kundgebungen oder bei Bällen, werden deren Politiker verhöhnt und verleumdet, werden Wahlplakate beschmiert oder angezündet. Diese Partei wird zwar beschimpft und schlecht geredet, aber ihre Ideen sind gut genug, um von anderen Parteien kopiert und als eigene verkauft zu werden. Diese „guten“ Parteien haben bei der immer noch praktizierten Ausgrenzung auch ein mangelhaftes Demokratieverständnis. Sie haben aber auch eine gewöhnungsbedürftige Auffassung von Moral und Charakter. Das kam jetzt bei den Roten wieder überdeutlich zum Ausdruck.

Zu den „Gegendemonstranten“:

Der Landtag zahlt:

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