Laut einem Zeitungsartikel haben zwei Polizisten als Arbeit für ihren Masterabschluß eine vom Innenministerium genehmigte Studie durchgeführt. In dieser Studie wurden die Folgen des Polizeidienstes analysiert. Die beiden Master- Anwärter befragten dazu fast 4.600 Exekutivbeamte und das Ergebnis lässt die Alarmglocken schrillen; es ist eine Katastrophe. 26 Prozent der Polizisten leiden unter psychisch und physisch gesundheitsbeeinträchtigenden Symptomen wie z. B. Schlafstörungen oder Depressionen. Langzeitkrankenstände sind die häufige Folge und ganz arg: 52 Prozent der Befragten würden ein zweites Mal eine andere Berufswahl treffen. Als Gründe wurden Demoüberwachungen, Kriminalität, Asylkrise, Terrorgefahr und Nachtdienste angegeben. Im Innenministerium wird jetzt kräftig gegengerudert, was bei diesem Ergebnis auch nicht verwunderlich ist. Die Studie wird als „Erlebnisaufsatz“ herunter gemacht und als „nicht repräsentativ“ betrachtet, weil die übrigen 27.000 Polizeibeamten nicht befragt wurden. Das ist allerdings ein sehr billiges Argument; bei anderen Umfragen werden die Antworten einiger hundert Befragten als repräsentativ für ganz Österreich betrachtet. Ja, es muss wirklich schlecht stehen um die österreichische Polizei. Sie soll und muss das Gesetz und den Staat vertreten und repräsentieren. Sie muss aber auch, von oben verordnet, politisch korrekt handeln. Ob das rechtlich korrekt ist oder nicht. Sie muss bei Demos als „Reibebaum“ herhalten, sich schlimmstenfalls als „Scheißbullen“ beschimpfen und verprügeln lassen, weil die Täter aus politischen Gründen beinahe unter „Artenschutz“ stehen.

Vor langer Zeit war ein Polizist eine Respektperson. Heute muss sich ein Polizist von Straftätern verhöhnen lassen und zusätzlich fällt ihm, z. B. bei Festnahmen, die Justiz in den Rücken und lässt Festgenommene wieder laufen. Es ist daher auch kein Wunder, dass im Gespräch mit Bekannten im Polizeidienst auch die abhanden gekommene Motivation erwähnt wird. Wundern darf man sich darüber nicht. Dabei ist Österreich noch relativ gut bedient; die Hälfte der Polizisten würden nicht mehr Polizist werden. In einer schon etwas älteren schwedischen Studie kam heraus, dass dort 80 Prozent der Polizisten kündigen wollen, sobald sie einen anderen und passenden Job finden. In Schweden ist nämlich in den letzten Jahren die Kriminalität und die Brutalität sprunghaft angestiegen und Schweden ist noch toleranter und „bunter“ als Österreich und die Schweden müssen sich noch mehr gefallen lassen als die Österreicher. Diese Schattenseiten der Bereicherung werden aber gerne totgeschwiegen und bestritten.

Advertisements