Eine deutsche Online- Zeitung veröffentlichte jetzt einen Artikel über die Elektrifizierung der Automobilität und dieser Artikel elektrisiert. Der Traum vom eigenen Auto bzw. der Zwang zum E- Auto könnte für viele Menschen, die an das Gute am E- Auto und dadurch an das Gute für die Umwelt glauben, zum Albtraum werden. Bis jetzt weiß jeder, der sich ein wenig mit dem politisch herbei geführten Auto der Zukunft befasst, dass es teuer ist; teurer als vergleichbare Fahrzeuge mit herkömmlichem Verbrennungsmotor. Als bekanntestes Beispiel dient da das Spitzenmodell der Vorreiter- Marke Tesla. Die will zwar ein wesentlich günstigeres Massen- Modell auf den Markt bringen, aber unter wesentlich anderen Bedingungen. Es muss sich dann erst zeigen, wie günstig oder teuer dieses Modell auf einen längeren Nutzungszeitraum gerechnet wirklich ist. Das trifft aber auch auf andere Marken zu. Momentan werden Kaufpreis wie laufende Kosten künstlich gedrückt, um den Marktanteil anzukurbeln. Es gibt staatliche Prämien, Rabatte, Steuerbefreiungen, billigen Strom zum „Tanken“, Befreiung von der Parkgebühr und was weiß ich was noch an Verlockungen für den potentiellen Käufer oder Besitzer von E- Autos. Dieser Schein trügt aber und wird nur von kurzer Dauer sein.

Das E- Auto könnte laut dem Artikel zum Luxusgut werden. Etwas, das sich nur mehr Wenige leisten können; ein Statussymbol der Elitären. Als Gründe für diese Einschätzung werden z. B. die schwindenden und stark umkämpften Rohstoffe wie die Seltenen Erden angeführt, die ja die Grundvoraussetzung für die Akkus sind, ohne die diese Fahrzeuge ganz einfach nicht laufen. Zumindest nicht bei heutiger Technik. Dadurch bedingt wird es in Zukunft ganz einfach nicht mehr so viele Autos geben wie jetzt im Zeitalter der Verbrennungsmotoren. Zynisch gesagt, macht das aber nichts, denn auf Grund der Preise wird die Anzahl der potentiellen Käufer stark zurückgehen. Einen maßgeblichen Anteil an den hohen Preisen und hohen laufenden Kosten werden aber auch die Regierungen haben; genau jene Regierungen, die jetzt mit allen möglichen „Zuckerln“ zum Umstieg auf E- Autos werben, aus Gründen des Klimaschutzes. Diese Regierungen können nämlich ganz sicher nicht auf die wegfallenden Steuern auf Benzin und Diesel verzichten, genau so wenig wie auf andere entfallende oder jetzt großzügig erlassene Steuern und Abgaben. Notwendige Infrastruktur wird sich im Preis niederschlagen und auch bei der Maut wird sich einiges ändern, aber sicher nicht zum Vorteil der Autofahrer. Die Stromkosten werden massiv ansteigen, unter anderem wegen eines dringend nötigen Ausbaues bzw. einer notwendigen Modernisierung und Erneuerung des Stromnetzes.

Wenn durch all diese Maßnahmen die Zahl der Autos abnimmt, bringt das auch gewisse Vorteile mit sich. Man würde dann nicht so viele zusätzliche Großkraftwerke benötigen, um den erhöhten Strombedarf abdecken zu können. Auch die massive Umweltbelastung durch die Akkuproduktion würde durch weniger Autos nicht so schlimm ausfallen. In Zeiten, in denen immer von mehr Arbeitsplätzen gesprochen wird, wird aber im Zusammenhang mit E- Autos ein Thema peinlichst vermieden: Nämlich, dass durch die E- Autos massenhaft Arbeitsplätze wegfallen. Es gibt ja dann keinen aufwändigen Motor mehr, kein Getriebe, Raffinerien werden reduziert, Mechaniker werden weniger benötigt, Tankstellenbetreiber entfallen etc. Eine Horror- Vorstellung.

Und trotzdem dürfte eines sicher sein: Autofahren wird ein teurer Luxus.

Dazu ein früherer Artikel von mir:

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