Die Demokraten in den USA haben nach der Schlappe gegen Trump bei der Präsidentenwahl wieder Grund zum Jubeln. Sie haben die Gouverneurswahl in Virginia und New Jersey sowie die Bürgermeisterwahl in New York gewonnen. Diese Wahlsiege sind wohl wie Balsam auf die Wunden der Demokraten, die mit allen Mitteln vor einem Jahr Hillary Clinton als neue US- Präsidentin sehen wollten. Dass es dann einen Präsident Trump gab und keine Präsidentin Clinton, dafür sind die Demokraten aber selbst mitverantwortlich. Wie schon während des Wahlkampfes nicht nur in den USA berichtet wurde, gab es schwere Vorwürfe gegen Hillary Clinton. Diese Vorwürfe hat eine ehemalige Vorsitzende der Demokraten jetzt wiederholt, die von „interner Korruption“ bei den Demokraten sprach. Ihren Aussagen zufolge habe Clinton „die Partei finanziell ausgesaugt und damit die Wahlchancen auf regionaler und kommunaler Ebene vermindert“. Schlimmer und folgenschwerer war aber, dass Vorwahlen zugunsten Clintons und gegen ihren parteiinternen Konkurrenten Bernie Sanders manipuliert wurden. Das war vielen Anhängern der Demokraten bekannt. In Europa, bei den erklärten Trump- Gegnern, war davon kaum was zu hören. Da wurde Clinton als hochanständige Kandidatin hochgejubelt. Zusätzlich zu dieser der Machtgier zuzuschreibenden Manipulation der Vorwahlen kam dann noch das große Handicap ihres privaten Mailservers, über den sie während ihrer Zeit als Außenministerin ihren offiziellen Mailverkehr abwickelte und weswegen das FBI gegen sie ermittelte.

Aus heutiger Sicht kann jedenfalls gesagt werden, dass die Demokraten bei der Präsidentschaftswahl ohne Hillary Clinton wesentlich größere Chancen auf einen Sieg gehabt hätten. Wenn sie jetzt wieder Wahlen gewinnen, sollen sie jubeln. Sie sollen aber nicht vergessen: Das geht nur ohne Clinton!

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