Am 14. Jänner 2018 findet der 104. „Welttag des Migranten und Flüchtlings“statt. Ein paar Monate davor hat sich der Papst schon dazu geäußert und was er dazu von sich gegeben hat, das hat es in sich; er fasst es zusammen in: aufnehmen, schützen, fördern und integrieren. Er fordert nämlich schlicht und einfach, den Migranten und Flüchtlingen mehr Möglichkeiten für eine sichere und legale Einreise in ihre Zielländer anzubieten. Er fordert also eine unbegrenzte Zuwanderung ohne Unterscheidung zwischen Flüchtlingen und Migranten. Als weiteren Punkt stellt er die Forderung, dass für Migranten (selbstverständlich auch für Flüchtlinge) der Zugang zur Gesundheitsversorgung und zum Rentensystem nicht begrenzt werden darf. Einfach formuliert heißt das: Anspruch auf alle Leistungen ohne Gegenleistung. Als ob das noch nicht genug wäre, geht der Papst beim dritten Punkt noch weiter. Da fordert er eine Familienzusammenführung einschließlich der Geschwister, Enkel und Großeltern, die niemals wirtschaftlichen Erfordernissen unterworfen werden darf. Ein Zuwanderer soll also seine komplette Familie bis hin zu Onkeln und Tanten, zu Cousinen und Cousins und diese wiederum ihre kompletten Familien nachholen dürfen, ohne einem Broterwerb nachgehen zu müssen. Ein Schneeballsystem also mit dem Ziel, Staat und autochthone Bevölkerung so schnell wie möglich und nachhaltig zu ruinieren. Großzügig, wie der Papst ist, ist er auch gegen jede Anpassung der Zuwanderer an Kultur und Traditionen ihres Gastlandes. Sie sollen auch Staatsbürger werden, ohne sich sprachlich, kulturell oder wirtschaftlich angepasst zu haben. Dem Papst geht es um einen langen Prozess, in dem die Gesellschaft und die Kultur in Europa durch „interkulturellen Austausch“ neu geschaffen werden soll.

Wenn die Forderungen des Papstes erfüllt werden sollten, dann würde es sich nicht um einen „langen Prozess“ handeln, sondern dann gäbe es binnen einiger Jahre aus mehreren Gründen keine funktionierenden europäischen Staaten mehr. Zu solchen Forderungen und den daraus resultierenden Folgen sagte ein deutscher Außenpolitik- Experte: „… Die EU bleibt der einzige Teil der industrialisierten Welt, der den Zugang zu seinem Territorium nicht unter Kontrolle hat…“ Diese Einschätzung kommt auch daher, weil in Europa das Asylrecht so tolerant und locker ausgelegt und gehandhabt wird. Man muss aber auch die Forderungen des Papstes grundsätzlich hinterfragen. Als Oberhaupt der katholischen Kirche gibt er mit seiner Forderungnach unbeschränkter Zuwanderung, und das sind großteils Muslime, die katholische Kirche in Europa „zum Abschuss frei“. Ob das im Sinne Christi sein soll? Seine Forderung würde aber auch das „Aus“ für sämtliche überrannten Staaten bedeuten; die „Ersatzbevölkerung“ oder „Austauschbevölkerung“ wäre in kurzer Zeit in der Mehrheit. Im Sommer 2015 sagte ein afrikanischer Kardinal zur Massenmigration nach Europa: „… Afrika kann diese demographische Ausblutung nicht länger verkraften…“ Das horchte sich ganz anders an als die Forderungen des Papstes.

Seit 1870 ist die Unfehlbarkeit des Papstes ein Dogma der katholischen Kirche. Der Philosoph Feuerbach hingegen meint, ein Dogma sei nichts anderes als ein ausdrückliches Verbot zu denken.

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