Israel ist dafür bekannt, dass es wirkungsvolle Mauern und „Sperranlagen“ genannte Grenzzäune baut. In unseren Medien wird das aber nicht gerade an die große Glocke gehängt. Sie sollen Schutz vor den Palästinensern bieten und die illegale Einwanderung von Flüchtlingen über die ägyptisch- israelische Grenze verhindern. Diese der Einfachheit halber „Eindringlinge“ genannten Flüchtlinge und Zuwanderer kommen großteils aus Afrika; seit der fast 250 km lange Zaun an der Grenze zu Ägypten fertig ist, kam die illegale Zuwanderung völlig zum Erliegen. Eine absolut dichte Grenzsperre also.

Israel ist auch dafür bekannt, dass „Refugees welcome“- Jubler nicht gerade in der Mehrheit sind. Gegen die von etwa 2006 bis 2013 aus Afrika über Ägypten gekommenen „Eindringlinge“ gab es Attacken und es gab auch Brandanschläge gegen Flüchtlingsunterkünfte. Von den zirka 60.000 „Eindringlingen“, die als das „afrikanische Problem Israels“ gesehen werden, wurden mittlerweile etwa 20.000 abgeschoben. Jetzt hat der israelische Ministerpräsident verkündet, dass 40.000 afrikanische Flüchtlinge in Drittländer abgeschoben werden sollen. Möglich soll das gemacht werden durch Abkommen mit afrikanischen Staaten. Das UN- Flüchtlingshilfswerk UNHCR ist natürlich „zutiefst besorgt“ über das Vorhaben Israels. Ein Vertreter von UNHCR meinte zu dem Vorhaben, Israel sei juristisch dazu verpflichtet, Flüchtlinge und andere Schutzsuchende zu beschützen.

Israelis sind auch dafür bekannt, dass sie sich durch solche Einwände sicher nicht von ihren Plänen abbringen lassen. Die Israelis werden ihr Vorhaben durchziehen. Es muß ja nicht gleich so rigoros sein, aber einiges von den israelischen Plänen zur Lösung des Problems mit illegalen Zuwanderern wäre für einige europäische Regierungen sicher nachahmenswert.

Das afrikanische Problem:

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