Wie in einigen Medien berichtet wird, haben die USA den Schutzstatus für Erdbebenflüchtlinge aus Haiti beendet. Nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti im Jänner 2010 mit rund 200.000 Toten haben die USA ja etwa 60.000 Flüchtlinge aus Haiti aufgenommen, ihnen vorübergehenden Schutz gewährt und ihnen auch erlaubt zu arbeiten. Sie geben diesen Flüchtlingen jetzt noch 18 Monate Zeit, ihre Rückkehr nach Haiti vorzubereiten, in ein anderes Land zu „flüchten“ oder sich um einen Aufenthaltstitel in den USA umzusehen. Viele von ihnen sind illegal nach Kanada eingereist und haben dort Asyl beantragt. Die US- Regierung vertritt jedenfalls die Meinung, dass es nach acht bzw. neuneinhalb Jahren Zeit ist, wieder heimzukehren. Ursprünglich war ja geplant, den Schutzstatus mit Ende 2017 zu beenden; also nach knapp acht Jahren.

Wenn sich jetzt die Öffentlichkeit empört über das Vorhaben der USA, die Haiti- Flüchtlinge zurückzuschicken, dann zeigt sich dadurch ein grundlegendes Problem. Es zeigt sich nämlich, dass durch einseitige Information, Vermischung der Begriffe und Dauerberieselung politisch korrekter Medien, ja man ist fast versucht zu sagen durch Gehirnwäsche, die Leute anscheinend nicht mehr fähig sind, zwischen Flüchtlingen und Zuwanderern zu unterscheiden und die gravierenden Unterschiede zwischen diesen beiden Begriffen wahrzunehmen. Die USA sind so gesehen noch Herr im eigenen Land. Sie bestimmen, wer kommen darf, um zeitlich beschränkten Schutz zu finden. Das trifft z. B. auf die 60.000 Haitianer zu, deren Schutzstatus und somit deren Aufenthaltsberechtigung in den USA ausläuft. Und sie bestimmen auch, wer als Zuwanderer in die USA kommen darf und sie sind bei der Auswahl dieser Neubürger verständlicherweise penibel; sie schauen sich diese Leute sehr genau an. Das ist ein gravierender Unterschied zu Europa bzw. zur EU. Viele der europäischen Staaten, darunter Österreich, haben dieses Selbstbestimmungsrecht längst aufgegeben. Die Begriffe „Flüchtling“ und „Migrant“ werden bewusst vermischt, eine Unterscheidung wird vermieden. Flüchtlinge werden zu Migranten „umetikettiert“ und Länder wie z. B. Ungarn, die da nicht mitmachen wollen, werden an den Pranger gestellt. Wir sollen ja bunt und kunterbunt werden.

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