Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, UNHCR, möchte mehr legale Zuwanderung von afrikanischen Flüchtlingen in libyschen Lagern nach Europa, das heißt in die EU. Aus dem Grund möchte das UNHCR künftig schon in libyschen Lagern Fluchtgründe prüfen und das „Resettlement“ nach Europa ermöglichen. Eine Rückführung der Flüchtlinge in ihre Herkunftsländer, z. B. Tschad oder Nigeria, will das UNHCR nicht. Auch der EU- Kommissionspräsident Juncker schlug am Rande des EU- Afrika- Gipfels in Abidjan in die selbe Kerbe. Er klagte dort sein Leid: „Ich kann nicht mehr gut schlafen, weil ich immer an die Menschen in Libyen denken muss, die sich auf die Reise gemacht haben, um von dort aus in ein besseres Leben zu starten und sich jetzt in der Hölle wiederfinden“. Juncker ging dann auf Berichte ein, wonach Flüchtlinge in Libyen auf Sklavenmärkten verkauft würden und sieht dazu die EU in der Verantwortung: „… Europa kann dazu nicht schweigen und wird auch nicht schweigen“. Er erklärte dann auch wieder, dass er schon immer für legale Migration war und drohte dann ganz offen: „… Europa braucht in den kommenden Jahrzehnten Zuwanderung, also müssen wir eine Situation schaffen, die es allen, die kommen wollen und die dazu in der Lage sind, ermöglicht zu kommen. Wenn wir das nicht schaffen, sind wir verloren“.

Gegen Junckers Schlaflosigkeit würde vielleicht ein Gläschen mehr am Abend auch helfen. Und Sklavenhandel ist seit Jahrhunderten ein arabisch- afrikanischer Geschäftszweig. Und Zuwanderung ist nicht gleich Zuwanderung. „Klassische“ Einwanderungsländer wie z. B. die USA, Kanada oder Australien suchen sich großteils aus, wer als Zuwanderer in Frage kommt und wer kommen bzw. bleiben darf. Alle aufzunehmen, die kommen wollen und sie auch gut zu versorgen und nicht danach zu fragen, was sie können und ob sie sich anpassen wollen, ist Schwachsinn pur. Aber Juncker steht mit seiner Idee von der legalen Zuwanderung für alle ohne Einschränkung nicht allein da. Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel sagte mehr Unterstützung für Afrika zu, um die illegale Migration zu bekämpfen. Auch sie will legale Möglichkeiten der Zuwanderung. Österreichs Vertretung am EU- Afrika- Gipfel war die Noch- Staatssekretärin Muna Duzdar. Sie meinte: Es ist längst notwendig und an der Zeit, dass Europa und Afrika näher zusammenrücken, weil … alle Entwicklungen, die in Afrika stattfinden, auch Auswirkungen auf Europa haben“. Der französische Präsident Macron denkt ähnlich: „Wenn Afrika scheitert, verlieren wir alle, weil Europa von einer Migrationswelle überrollt würde“. Deswegen will er in Afrika kleine und mittlere Unternehmen mit Geld aus einem milliardenschweren Fonds unterstützen. Das Geld, da schweben dem Präsidenten etwa 10 Milliarden vor, sollen die EU- Partner und private Geldgeber aufbringen. Macron will aber nicht nur mit Geld aushelfen, sondern „jetzt gleich“ eine „dringende Evakuierungsaktion“ von Libyen in die EU starten, um die Opfer von Menschenhändlern herauszuholen.

Ja, allen europäischen Politikern ist es ein Bedürfnis, die illegale Migration zu stoppen. Ohne vernünftige Kontrolle der EU- Außengrenzen wird das aber nicht funktionieren. Da aber Zuwanderung um jeden Preis angestrebt wird, wird es einen fließenden Übergang von illegaler zu legaler Zuwanderung geben, um die erwünschten Millionen an Neubürgern (andere reden von Austauschbevölkerung) nach Europa zu bekommen. Immerhin sagte der EU- Migrationskommissar Avramopoulos schon Anfang Dezember 2015: „Europa vergreist… In den nächsten zwei Jahrzehnten werden mehr als 70 Millionen Migranten mötig sein“.

Brauchen über 70 Millionen..

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