Es ist schon wieder ein paar Wochen her, dass in Bonn die 23. UN- Klimakonferenz stattfand, welche gleichzeitig das 13. Treffen zum Kyoto- Protokoll (CMP 13) und das 2. Treffen zum Pariser Abkommen (CMA) war. Die Konferenz stand unter der Präsidentschaft der Fidschi- Inseln, wo ein Treffen dieser Größenordnung nicht abgehalten werden kann. Fast 30.000 Teilnehmer aus 195 Staaten waren zu dieser Monster- Klimakonferenz aus aller Welt – per Flugzeug natürlich – nach Deutschland gekommen. Pro Staat im Schnitt also beinahe 150 Teilnehmer. Hauptthema war, die globale Erwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen und dabei ging es um die Reduzierung des CO2- Gehaltes in der Erdatmosphäre bzw. um Maßnahmen zur Verringerung des CO2- Ausstoßes. Verpflichtende Maßnahmen gibt es allerdings nicht; es gibt nur unverbindliche Zusagen. Und da es auch um Zusagen zur Senkung der Treibhausgase und den modernen Ablasshandel, sprich Emissionshandel geht, geht es auch um sehr viel Geld. Unrealistische Zusagen, die weit verfehlt werden. können sehr teuer kommen.

Die Klimaerwärmung wird mehr oder weniger dem Menschen zugeschrieben; Einwände von natürlichen Klimaschwankungen ohne oder mit geringem menschlichen Einfluss werden nicht zur Kenntnis genommen. Der Mensch also. Er baut die Industrie aus und die Rohstoffe ab. Der Kraftfahrzeugverkehr nimmt massiv zu. Riesige Waldflächen in Südamerika und Afrika, die sogenannten „Grünen Lungen“ der Welt werden Jahr für Jahr, teils durch Brandrodung abgeholzt. Genutzt werden diese Flächen teils als Siedlungsraum, teils als landwirtschaftliche Produktionsfläche. Bei all diesen Punkten will man mehr oder weniger erfolgreich gegen die Klimaerwärmung vorgehen. Ein Punkt ist aber bei den Diskussionen zum Klima fast tabu: Der Mensch selbst. Der Mensch selbst bzw. die rasant zunehmende Weltbevölkerung verursacht ja die Klimaprobleme, aber die Bevölkerungsexplosion ist kein Thema bei einer Klimakonferenz. Wenn aber, wie in einem Zeitungsartikel zitiert, eine afrikanische Frau sagt, sie habe 13 Kinder und mehr als 100 Enkel und habe irgendwann aufgehört sie zu zählen, dann sollte das zu denken geben. Wenn sie dann aber noch sagt, dass jede Frau so viele Kinder haben sollte wie sie nur kann, dann ist das alarmierend. Die Zahlen über das Bevölkerungswachstum in vielen Staaten Afrikas bestätigen aber ihre Einstellung. Das gilt aber für Staaten Asiens genau so. Die UN- Organisationen mischen sich weltweit in alle möglichen Bereiche ein; gefragt und oft auch ungefragt. Beim Thema Bevölkerungswachstum verhalten sich aber alle auffällig ruhig. Gerade da wäre aber schnelles und entschlossenes Handeln ein Gebot der Stunde. Im Interesse des Menschen und des Klimas. Also wiederum im Interesse des Menschen.

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