Es gab schon des Öfteren Gerüchte und Berichte über einen Nord- und einen Südeuro, über einen weichen und einen harten Euro und ähnliche Begriffe und auch von sogenannten Parallelwährungen hörte man schon. Jedenfalls ging es da immer um Varianten des Euro, mit dem wirtschaftlich schwache Euroländer wie z. B. die „Olivenstaaten“ besser zurecht kommen könnten. Griechenland z. B. wäre mit so einem „Weich- Euro“ nicht dort, wo es heute ist. Abgesehen davon, dass es politischer und wirtschaftlicher Wahnsinn war, Griechenland in die Eurozone aufzunehmen. Genau so wahnsinnig ist es aber, es in der Eurozone zu belassen und deswegen das Land zu ruinieren und die Bevölkerung arm zu machen.

Jetzt war zu hören, dass in Italien anscheinend tatsächlich an einer Parallelwährung gearbeitet wird. Es soll sich dabei um eine nationale Währung handeln, die parallel zu Euro genutzt werden und die Wirtschaft ankurbeln soll. Ob diese Währung wieder „Lira“ genannt wird oder nicht, wurde nicht erwähnt. Diese Idee einer alternativen Währung wird von mehreren politischen Parteien, darunter Forza Italia in Italien unterstützt und auch die EZB soll darüber informiert sein und zugestimmt haben. Diese neue Währung in Form sogenannter Kreditzertifikate soll allerdings, zumindest am Anfang, kein gesetzliches Zahlungsmittel sein. Der Staat will aber die Nutzung mit Steuererleichterungen fördern, um dadurch die italienische Wirtschaft zu beleben und anzukurbeln.

Dass es sich um keine „Zeitungsente“ handelt, dürfte ein Kommentar einer britischen Europaabgeordneten belegen. Die wird nämlich so zitiert: „Wenn es Italien gelingt, die gemeinsame Währung zu verlassen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es formell die EU verlässt und das ganze Kartenhaus zusammenbricht“. („If Italy does manage to leave the single currency, it is…)

Ein Medienbericht dazu:

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