Knapp vor Silvester ist ganz besonders in Deutschland vielen Menschen wieder eingefallen, was da vor zwei Jahren hauptsächlich in Köln, aber auch in Hamburg, München, Innsbruck und wer weiß wo noch alles los war. Und es ist den Leuten auch wieder eingefallen, wer die meisten Täter waren und wie die Politik und die Exekutive und die Medien großteils darauf reagierten und wie viele der Täter vor Gericht kamen. Deswegen will man dieses Mal entsprechend darauf vorbereitet sein. In Köln gab es schon zu Weihnachten strenge Kontrollen, wenn man in den Dom wollte und für Silvester wird es auf der Domplatte ein Polizeiaufgebot geben, das sich gewaschen hat. Man kann nur hoffen, das es was bringt. Es ist ja völlig verrückt; jetzt müssen die Menschen vor denen beschützt werden, denen sie gar nicht lange zurückliegend voller Begeisterung Schutz und Hilfe gewährten. Aber die Politik weiß ja Abhilfe, wenn es für Frauen kritisch werden sollte. Da hatte doch die Oberbürgermeisterin die zündende Idee mit der „Armlänge Abstand“. Zu Silvester könnte es im Getümmel aber zu eng werden, um die passende Distanz anzuzeigen und deswegen kam die oberschlaue Oberbürgermeisterin mit einer verbesserten Idee. Sie setzt auf Respekt und deswegen werden tausende bunte Armbändchen mit der Aufschrift „Respect“ verteilt. Die sollen vermutlich wie ein Woodoo- Zauber wirken und potentielle testosterongesteuerte und alkoholgeschwängerte Triebtäter, Taschendiebe und ähnliche liebe Zeitgenossen auf wunderbare Weise von ihrem schändlichen Vorhaben abhalten. Wenn das keine verrückte Idee ist, was dann? Vielleicht kann man es auch als den Strohhalm sehen, an den sich eine Ertrinkende klammert.

Beim Rennen um den Titel der „Schnapsidee für Silvester 2017“ macht auch Berlin mit. Bei der Silvesterparty am Brandenburger Tor wird heuer erstmals eine spezielle Schutzzone für Frauen eingerichtet. Dorthin können sich Frauen zurückziehen, nachdem ihnen Belästigung oder Schlimmeres widerfahren ist oder auch mit viel Glück noch vorher, sofern sie es im Gedränge dorthin schaffen. Sie können sich dort dann mit geschulten Kräften über das Erlebte unterhalten. So ganz ungezwungen, wenn ihnen danach ist. Es wird also ein männerfreier und somit – theoretisch – gewaltfreier Bereich geschaffen, weil Politik und Behörden gegen Horden von potentiellen Gewalttätern und Unruhestiftern fast kapituliert haben. Man trennt also die Männer von den Frauen, weil der Staat die Sicherheit der Frauen sonst nicht mehr garantieren kann. Eine Geschlechtertrennung; das ist verrückt, das ist fast schon kriminell. Den Frauen wird die Gleichberechtigung genommen, um sie beschützen zu können. Hört jemand deswegen einen Aufschrei der Feministinnen ? Man hört nur Stille, aber warum? Diese „Safety- Area“, die Schutzzone für Frauen, ist das Eingeständnis des Versagens der Politik. Wenn man eine Sicherheits- oder Schutzzone braucht, dann muss es Zonen der Unsicherheit geben. Das zuzugeben, ist verrückt. Aber das schnallt die Politik anscheinend nicht. Das ist zu Silvester die erste Geschlechtertrennung auf einem öffentlichen Platz bei einer öffentlichen Veranstaltung. Deutschland ist damit am besten Weg zu einem schariakonformen Land. Bald gibt es wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen nur mehr nach Frauen und Männern getrennte Veranstaltungen.

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