Es gab einmal eine Zeit, da lehnte man sich abends nach der Arbeit entspannt zurück, schaltete den Fernseher ein und genoss das Programm. Speziell am Wochenende machte es Freude, sich die verschiedensten Unterhaltungssendungen, die noch nicht „Show“ genannt wurden, anzusehen. Ja, da war Fernsehen in erster Linie noch Unterhaltung und die Samstagabend- Sendungen von damals und deren Moderatoren genießen bei denen, die sich noch daran erinnern, heute beinahe Kultstatus. Ja, das Fernsehen diente in erster Linie der Unterhaltung. Es gab natürlich auch interessante Dokus über fremde Länder und die Menschen dort, über die Tier- und Pflanzenwelt etc., die ebenfalls gerne gesehen wurden. Ja; lang, lang ist´s her. Schon lange nämlich dient Fernsehen nicht mehr der Unterhaltung. Es dient heute hauptsächlich der Umerziehung und da ist fast kein Unterschied zwischen den Öffentlich- Rechtlichen und den Privaten festzustellen; fast alle sind „auf Linie“. Die politische Korrektheit, die Gender- Ideologie, Toleranz, Weltoffenheit, Gleichmacherei, Kampf gegen Diskriminierung, Verteidigung der Werte und wie die Schlagwörter sonst noch heißen, sind in fast allen Sendungen vertreten und prasseln auf unsere Köpfe ein. Spitzenreiter sind da deutsche Serien, egal ob irgendwelche „Tatorte“ oder sonst was und der Deutsche hat dabei häufig der dumme Böse zu sein. Ist aber bei österreichischen Produktionen nicht viel anders. Der gleiche Trend ist bei Nachrichtensendungen festzustellen. Einseitige Berichterstattung gehört schon zum medialen Alltag. Über vieles wird erst gar nicht berichtet, da es nicht ins offizielle Weltbild passen würde. Über die politische Korrektheit wird Druck und Zensur ausgeübt. Es gibt eine neue Inquisition und sie heißt political Correctness. Es dürfen sehr wohl Einheimische auf das Übelste beschimpft werden, aber Kritik an jenen, „die noch nicht so lange da leben“, wird gnadenlos geahndet. Oftmals hat man fast den Eindruck, dass die Einheimischen schon unerwünscht sind; zumindest dann, wenn sie sich nicht ausdrücklich und vorbehaltslos zur linken Ideologie bekennen. Die Menschen werden in eine bestimmte Richtung getrieben, da ist System dahinter. Begründet wird das, sofern es so etwas wie eine Begründung gibt, mit den schon erwähnten Schlagwörtern. Diese Begriffe werden nicht umsonst so genannt, man kann damit „erschlagen“ werden. Ja, wir sollen uns an ein neues Umfeld gewöhnen und neue Sitten und Gebräuche akzeptieren. Wir sollen nicht mehr wir sein. Wehmütig werden so manche an jene Zeiten zurückdenken, als man noch alles beim Namen nennen durfte.

Wer widerspricht, wird nicht widerlegt, sondern zum Schweigen gebracht. Von Norbert Bolz.

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