Das Schweizer Städtchen Davos steht in ein paar Tagen wieder im Mittelpunkt des weltweiten Medieninteresses; vom 23. bis 26. Jänner findet das 48. Treffen des WEF, des World Economic Forum, statt. Es steht unter dem Motto: „Für eine gemeinsame Zukunft in einer zersplitterten Welt“. Heuer werden etwa 2.500 Teilnehmer erwartet; Wirtschaftsexperten, Politiker, Intellektuelle, Medienleute, um über die angeblich dringendsten Fragen der Welt zu diskutieren. Unter den hochrangigen Politikern sind z. B. Trump, Modi, Macron, Juncker, Trudeau. Guterres, Zeid Ra- ad Hussein, Jim Yong Kim, Peter Maurer, Christine Lagarde und andere vertreten internationale Organisationen und etwa 900 Persönlichkeiten sind als Repräsentanten ihrer eigenen Konzerne dabei. Ein hochkarätiges „Who´s who“ aus allen Bereichen, die da z. B. über Globalisierung und einen weltweiten Freihandel diskutieren will. Da passt Trump mit seiner „America first“- Politik eigentlich nicht so recht dazu. Aber vielleicht will er nur zuhören. Man hört allerdings, dass er Werbung machen will für die amerikanische Industrie und amerikanische Unternehmen; das hat er ja seinen Wählern versprochen. Harte Diskussionen sind da in Davos jedenfalls vorprogrammiert.

Vor einigen Jahren noch war das WEF in Davos ein Pflichttermin für die Globalisierungsgegner und dabei kam es auch zu schweren Ausschreitungen. Allmählich wurde es ruhiger, aber heuer rüsten sich wieder hunderte oder gar tausende Demonstranten, darunter Linksextreme und Autonome, zu Demos in Davos, Bern und Zürich. Auch Österreich ist beim WEF in Davos dabei. Ob Teilnehmer beim Treffen sind, ist nicht bekannt und ob Österreicher demonstrieren, weiß man auch noch nicht. Bekannt ist nur, und das steht fest, dass das österreichische Bundesheer so wie im vorigen Jahr beim Treffen in der Schweiz stark vertreten ist, und zwar mit der Luftwaffe. Ein Sprecher des Bundesheeres sagte: „Im Prinzip sind alle Maschinen, die wir haben, im Einsatz“. Zusätzlich werden 1.100 Soldaten beteiligt sein; hauptsächlich mit Radarüberwachung des Luftraumes inklusive des Flugbeschränkungsgebietes.

Wie wird uns eigentlich diese Ehre zuteil, mit Riesenaufwand dieses Treffen des als Gemeinnützige Stiftung deklarierten WEF in der Schweiz auf unsere Kosten zu schützen? Abgesehen davon steht Österreich in dieser Zeit zumindest theoretisch ohne Schutz des eigenen Luftraumes da, da ja „im Prinzip alle Maschinen… im Einsatz sind“. Für die VIP´s in der Schweiz.

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