Das WEF- Treffen, also das Treffen des Weltwirtschaftsforums, im schweizerischen Davos ist vorbei. Demonstrationen waren verboten; angeblich wegen der großen Mengen an Schnee. Wegen des Schnees auf den Straßen, auf den Dächern, in den Parks usw. Es blieb ruhig in Davos, nichts ist passiert. Naja, ein Auto aus Trumps Konvoi hätte beinahe einen Sicherheitsbeamten überfahren. Selbst die Anwesenheit Trumps und auch seine Rede blieben ohne größere Auswirkung. Sein „America first“ war diesmal abgeschwächt. Er sprach sich entgegen seiner Gewohnheit für Freihandel aus und sagte den versammelten Konzernchefs, jetzt sei für sie der optimale Zeitpunkt für Investitionen in den USA gekommen. Trump konnte sich auch in Davos einen Seitenhieb auf die „böse Presse“ nicht verkneifen. Trumps Auftritt beim WEF war übrigens der erste eines US- Präsidenten seit Bill Clintons Auftritt im Jahr 2000. Auch die deutsche Geschäftsführende Kanzlerin Merkel hatte nach zwei Jahren Pause wieder einen Auftritt beim WEF. In ihrer Rede machte sie sich für eine gemeinsame EU- Außenpolitik stark, sprach sich für gemeinsame Lösungen bei Weltkrisen aus und meinte, „Deutschland will ein Land sein, das auch in Zukunft seinen Beitrag leistet, um gemeinsam in der Welt die Probleme der Zukunft zu lösen“. Ob sie da die Probleme meinte, die von Politikern geschaffen werden, sagte sie allerdings nicht. Und ohne Trump in den Mund zu nehmen, sprach sie sich gegen Abschottung und Protektionismus aus. Merkel reiste am selben Tag wieder ab, so als würde sie sich vor einem Treffen mit Trump drücken.

Auch Frankreichs Präsident Macron hielt eine Rede, in der er sich wieder einmal als glühender EU- Befürworter zeigte, allerdings nicht ohne Hintergedanken. Er meinte nämlich, Frankreich könne nie Erfolg haben ohne den Erfolg Europas und „deshalb brauchen wir eine wirkliche Neugründung Europas“. Ein erfolgreiches Frankreich also auf Kosten der EU. Na super! Super auch, dass für den neuen „Napoleon“ Europa gleichbedeutend ist mit EU. Abseits der Rednerbühne, in einem Interview mit der britischen BBC, waren vom französischen Präsidenten aber auch ganz andere Töne zu vernehmen. Dort sagte er nämlich u. a.: „Wenn die Franzosen die Chance hätten, würden sie dem Vereinigten Königreich wahrscheinlich aus der EU folgen…“ Eine britische Zeitung brachte das so: „French would vote to QUIT the EU: Macron admits fear of Brexit- style referendum in France“. Die EU ist also ein Käfig für die Franzosen. Würde man ihnen die Chance geben, würden sie ausbrechen. Die Chance werden sie aber nie bekommen. Die Politiker haben panische Angst vor Referenden; die Bevölkerung denkt oft anders als die „Volksvertreter“. Der Lieblingsfeind des ungarischen Premiers Victor Orban, George Soros, war ebenfalls am Weltwirtschaftsforum vertreten und betätigte sich als Warner. Er warnte vor der Gefahr eines Atomkrieges, vor den Folgen des Klimawandels, vor der Macht der Internetkonzerne wie z. B. Facebook oder Google, vor totalitären und mafiösen Systemen auf der Welt. „Die offene Gesellschaft steckt in einer schweren Krise. Überall steigen Mafia- Staaten auf“. Wovor Soros nicht warnt, sind die Aktivitäten seiner „Open Society Foundation“ und deren Ableger, die unter dem Vorwand der Demokratie Regierungswechsel und Putsche inszenieren, unterstützen und vorantreiben.

Ein Versicherungsvertreter verkauft Versicherungen. Was macht eigentlich ein Volksvertreter?

French would vote to QUIT the EU:

Europa, Europa:

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