Wenn unsereins, also „die, die schon länger hier leben“, einmal zwecks Urlaub oder auch, um fremde Menschen, Sitten und Gebräuche dort kennenlernen will, wo sie angestammt sind und nicht bei uns, wo sie per Asyl importiert wurden, erweitert dabei bisweilen seinen geistigen Horizont ganz ungemein und hat auch Grund, sich zu wundern. Sollte sich unsereins nämlich über die nicht existierenden Grenzen der EU hinaus bewegen in die unendlichen Weiten einer fremden, aber interessanten Welt, so wird für solche Reisen häufig ein Visum benötigt. Um ein solches zu erlangen, reichen aber nicht treuherzig vorgebrachte Beteuerungen, sondern es bedarf dafür eines gültigen Reisepasses, des amtlichen Reisedokumentes also. Will man dann als zahlender Tourist in das Land der Begierde einreisen, kann es schon einmal passieren, dass das gültige und zeitlich begrenzte Visum, erteilt nach Vorlage eines gültigen amtlichen Reisepasses, dazu noch lange nicht berechtigt. Da werden beispielsweise die Abdrücke aller Finger abgenommen und auch ein Augenscan ist keine Seltenheit. Erst wenn dieses Prozedere positiv erledigt ist und vielleicht auch noch der Impfpass kontrolliert und die Körpertemperatur zwecks eventueller Krankheiten gemessen wurde, steht einer Einreise meist nichts mehr im Weg. Solche Gepflogenheiten werden häufig von sogenannten „Entwicklungsländern“ praktiziert. Die wollen also sicherstellen, dass man selbst als zahlender Tourist dem Land weder finanziell noch sonstwie zur Last fällt, sondern es wieder verlässt. Sie wollen also ihr Land und ihre Leute schützen.

Über eine solch konsequente Vorgangsweise kann sich selbst der nur einigermaßen informierte hiesige Staatsbürger nur wundern. Da wurden doch, entgegen den gültigen Gesetzen, in den letzten Jahren von einigen mitteleuropäischen Ländern Millionen von Menschen aufgenommen, die nach dem Aussprechen des Zauberwortes „Asyl“ vielfach ohne jegliche Personal- und Gesundheitskontrolle ins Land gelassen wurden. Diese Menschen hatten häufig aus ihrer Sicht nach guten Gründen ihre Reisedokumente weggeworfen und kamen, nur mit einem aktuellen Smartphone ausgestattet, über mehrere sichere Länder als asylwerbende Migranten zu uns. Diese großzügige und tolerante Vorgangsweise wurde anfangs auch noch bejubelt und beklatscht, aber langsam wich die Begeisterung der Ernüchterung. Selbst die bei Asyl und Migration und der dadurch notwendigen Integration kritikresistenten Deutschen haben jetzt eingesehen, dass da was gewaltig schief läuft. Ein deutsches Massenblatt schreibt jetzt in einem ausführlichen Artikel dazu: „5 Gründe, warum es mit der Integration so nicht klappt!“ Der zuwanderungskritische ungarische Regierungschef Viktor Orban wurde in seiner Rede zur Nation noch deutlicher. Er sagte: „Dunkle Wolken liegen wegen der Einwanderung über Europa. Nationen werden aufhören zu existieren, der Westen wird fallen, während Europa nicht einmal bemerken wird, dass es überrannt wurde.“

Während also den Bürgern einiger mitteleuropäischer Staaten weisgemacht wird, dass eine massive Ungleichbehandlung zu Lasten der „hier schon länger Lebenden“ gegenüber den zu uns Kommenden als korrekte Vorgangsweise zu betrachten sei, da man andernfalls ja islamo- oder xenophob sei, wird langsam doch Kritik laut und schlägt sich auch in Wahlergebnissen nieder.

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