Dass alle möglichen Staaten in die EU wollen oder in die EU geholt werden sollen, ist ja kein Geheimnis. Es ist auch kein Geheimnis, dass der Großteil dieser Staaten bei vernünftiger und intelligenter Betrachtung aus Sicht der EU noch lange nicht dafür bereit sind. Aber wenn Wirtschaftler, Militärstrategen und politisch korrekte Globalisten Forderungen stellen, dann wird in der Politik auch nur ansatzweise vorhandene Vernunft und Intelligenz über Bord geworfen. „Die EU-Kommission wird den Mitgliedstaaten bald – höchstwahrscheinlich bis zum Sommer – empfehlen, die Beitrittsverhandlungen mit Albanien und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien aufzunehmen“, sprach unser Herr Hahn in seiner Funktion als EU- Erweiterungskommissar. Herr Hahn führte, sozusagen als Rechtfertigung für die Beitrittsforderung an, dass beide Länder in der Vergangenheit wichtige Reformen durchgeführt, eine Menge „im Kampf gegen die organisierte Kriminalität“getan hätten und sowieso eine konkrete europäische Perspektive verdient hätten. Ja, wenn das reicht und wenn das so einfach ist. Wirtschaftsdaten, Kriminalität, Arbeitslosigkeit, Korruption, Blutrache, Kanun, Scharia sind nur einige Stichwörter, die mir auf die Schnelle zu diesen Kandidaten einfallen.

Kann denn im „EU- Narrenturm zu Brüssel“ tatsächlich niemand mehr vernünftig denken? Vor Jahren, nach der Osterweiterung, wurde hinterher eingestanden, dass dieses Vorpreschen ein Fehler war. Jetzt ist man aber anscheinend gewillt, diesen Fehler zu wiederholen. Dass sich ein finanzielles Desaster wie im Fall Griechenland wieder ereignen könnte, wird wohl ausgeblendet und mit einer künftigen Transferunion wird kein Problem gelöst, sondern geschaffen. Die oft zitierten „Werte der EU“ werden vielleicht auf die alten Mitglieder beschränkt und die Aufnahmekriterien werden eventuell wieder, wie damals bei Griechenland, zurecht gebogen und hingelogen. All das wird ja kein Problem sein. Die EU hat schon mehrmals und ohne Hemmungen ihre eigenen Regeln gebrochen. Die schlimmsten Beispiele dafür sind die Massenmigration und die Euro- und Bankenkrise. Die EU hat ein permanentes Geldproblem, verliert mit Großbritannien einen großen Nettozahler und sucht sich freiwillig weitere dauerhafte Milliardengräber in Form von Staaten, die für eine Mitgliedschaft noch lange nicht reif sind. Wie verrückt muss man dafür eigentlich sein? Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis sich unter diesen Umständen das nächste Mitglied für den Austritt entscheidet. Sagte nicht Macron erst kürzlich, sein Land würde sich, sollte es die Möglichkeit haben, wahrscheinlich für einen Austritt entscheiden?

Beitrittsverhandlungen laufen mit Serbien und Montenegro (das ja schon seit Jahren den Euro als offizielle Währung hat und entsprechend teuer ist), offizielle Beitrittskandidaten sind eben Albanien und Mazedonien ( das eine Land ist bitterarm und das andere hat seine Hauptstadt zu einer Prunk- und Protzstadt ausgebaut; wahrscheinlich schon mit EU- Geldern). Kritisch wird es bei den sogenannten Potentiellen Beitrittskandidaten wie Bosnien- Herzegowina und dem Kosovo. Komplett den Verstand verloren scheinen aber jene Leute zu haben, welche sogar Länder wie Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien, Ukraine und Weißrussland oder sogar Russland als EU- Mitglieder sehen. Man will uns diese teils sogar außereuropäischen Länder aber schmackhaft machen, indem man sie bei so unnötigen Veranstaltungen wie dem Song Contest oder auch bei Fußball- Großereignissen teilnehmen lässt. Dass der ganze Balkan in der EU sein soll, ist vielleicht damit zu erklären, dass in einem „Grenzen- losen“ Europa die „von oben“ erwünschte Zuwanderung kaum mehr eingedämmt werden kann. Die Gründe für einen Beitritt der Staaten der Östlichen Partnerschaft verschließen sich hingegen jeder rationalen Überlegung. Dafür bedarf es wohl einer EU- konformen Denkweise.

Schon Bertold Brecht sagte: „Wenn der Wahnsinn groß genug wird, wird er unsichtbar“.

Advertisements