In der EU läuft es immer mehr so, als gäbe es gar keine Bevölkerung, sondern nur „die da oben“. Es wird zwar immer von Demokratie und demokratischen Rechten, von Mitbestimmung, von Bürgerrechten etc. daher geredet, aber das ist nicht mehr als Phrasendrescherei. Die Bevölkerung wird von der EU- Kommission und auch von den nationalen Regierungen blitzschnell über den Tisch gezogen und dann wird ihr eingeredet, dass es sich bei der entstehenden Reibungshitze doch nur um Nestwärme handelt. Beispiel TTIP: Es wurde ohne Informationen darüber und ohne Einspruchsmöglichkeit und geheim verhandelt und das Abkommen war zwischen US- Präsident Obama und Merkel bzw. EU- Kommission schon beschlossene Sache; Millionen von Unterschriften gegen das Abkommen spielten keine Rolle. Zeitmäßig ging es sich aber unter Obama nicht mehr aus und Trump hat das Abkommen ausgesetzt. Bei CETA lief es schlechter, da wurde ein Teil vorläufig in Kraft gesetzt und ob die nationalen Parlamente jemals über den anderen Teil entscheiden, steht in den Sternen der EU- Flagge. Widerrechtliche Finanzierung von Banken und Staaten, Flüchtlingskrise, EU- Armee, Schulden- und Transferunion, Auslöschung der Nationalstaaten, Kriegshetzerei – pardon, Friedensbemühungen – etc. sind alles Themen, welche das selbstherrliche Agieren der EU bezeugen. Die Kommission macht, was sie will (oder machen muss) und häufig spielen nationale Regierungen mit. Einwände der Bevölkerung werden beiseite gewischt.

Jetzt wurde wieder eine solche Schweinerei bekannt gemacht; es ist das sogenannte „Mercosur“- Freihandelsabkommen mit südamerikanischen Staaten. Dabei geht es, wie Dr. Wallentin schreibt, in Kurzform um Folgendes: „Deutsche Autos gegen Gammelfleisch für uns alle“. Da wird immer treuherzig und beschwörend von Klimaschutz gesprochen und dass es beim Klima schon fünf nach Zwölf ist und dass der Amazonas- Regenwald die „Grüne Lunge der Welt“ ist und dann liest man, dass bis 2022 eine Regenwaldfläche in der Größe von Deutschland für dieses Abkommen abgeholzt werden soll. Um für die EU Rinder zu züchten, die mit Gen- Mais gefüttert werden. Das ist ja auch so eine verlogene Sache. Bei uns heißt es treuherzig, kein Anbau von Gentech- Lebensmitteln. Von gentechnisch verändertem Viehfutter werden aber hunderttausende Tonnen importiert. Bald sollen also in Südamerika noch viel mehr Rinder für die EU- Bürger herangefüttert werden, weil dieses Fleisch so gut und so billig ist. Dass es voll ist mit Hormonen, Antibiotika und Wachstumsförderern, darf man nicht so negativ sehen, man kann es genau deswegen doch als gesundes Fleisch einstufen. Dass es dort nicht annähernd die Standards, Vorschriften und Kontrollen gibt; was soll´s. Es wird uns doch versprochen, dass alles in Ordnung ist und wegen eines aufgedeckten Gammelfleisch- Skandals in Brasilien brauchen wir uns gar nicht aufregen, so was kann man mit Chemikalien wieder problemlos hinkriegen. Und außerdem gab es solche Skandale in der EU doch auch schon. Und im Übrigen muss man in der EU doch dankbar sein, werden durch dieses Abkommen doch viele Arbeitsplätze gesichert. In der Autoindustrie, hauptsächlich in Deutschland,wo immer mehr Billigjobs geschaffen werden. Hat übrigens schon jemand daran gedacht, dass man sich mit den Antibiotika im Fleisch möglicherweise so manchen Arztbesuch spart? Man sieht, die Kommissionsmitglieder und die Verhandler des Abkommens haben nur unser Wohl im Sinn. Sie würden das nie für die Konzerne und deren Profit machen.

Advertisements